Özdemir verlangt "deutliche Bewegung" von Union und FDP

Berlin, Berlin, Berlin

Vor Beginn der entscheidenden Phase der Jamaika-Sondierungen erhöht Grünen-Chef Cem Özdemir den Druck auf die Verhandlungspartner. "Die Ergebnisse genügen bei weitem nicht", sagte Özdemir der "Bild am Sonntag". "Bei der Europa-, Außen- und Innenpolitik, beim bezahlbaren Wohnen, bei guter Arbeit, der Verkehrs- und Agrarwende spüren wir keinerlei Entgegenkommen."

Dazu kämen die größten Baustellen Klimaschutz und Flucht. Özdemir verlangt "eine deutliche Bewegung auf uns zu" und rät allen, die verbliebene Verhandlungszeit "von nun an konstruktiv zu nutzen". Deutlich optimistischer beurteilen CDU und CSU die Lage. Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Bröhmer sagte BamS: "Es kommt jetzt die Zeit der notwendigen Kompromisse. Wenn die Jamaika-Koalition zustande kommt, kann sie unser Land voranbringen." Sogar CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt schlägt versöhnlichere Töne an. Er sagte der "Bild am Sonntag": "Ganz oben auf der Liste steht für mich eine klare Begrenzung der Zuwanderung, mehr Sicherheit für alle, eine echte Entlastung für Familien. Wenn das passt, können wir weitermachen. Jamaika hat eine Chance, wenn sich alle Beteiligten als Bündnis für ganz Deutschland verstehen."

Datum der Veröffentlichung: 12.11.2017
Beitragsverfasser: dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH