Fatih Akin hat früh am Sinn seines Studiums gezweifelt

Hamburg, Hamburg, Hamburg

Der Filmemacher Fatih Akin hat früh am Sinn seines Studiums gezweifelt: "Vieles an der Uni ging mir auf den Sack, zum Beispiel, dass alles so bürokratisch war", sagte er dem Magazin "Zeit Campus". Gleichzeitig habe er an der Hamburger Kunsthochschule für später gelernt: "Als die Schule vorbei war, habe ich das als große Befreiung erlebt, als wär ich raus aus Alcatraz. Ich war wie neu geboren. Ich habe als Student begriffen: Ich bin ein Macher, ich kann zuverlässig liefern. Ich kann Drehbücher schreiben in superkurzer Zeit, ich kann durcharbeiten, ich kann auch mit großen Budgets Filme drehen", so Akin.

Das habe ihn alles überrascht. "Denn ich war nie ein guter Schüler, niemand hätte mir eine große Karriere vorausgesagt, vor allem ich selbst nicht." Aktuell ist Akins Thriller "Aus dem Nichts" der deutsche Kandidat für die Oscars. "Wenn du so ein Ding hast, kriegst du, wenn du dich nicht allzu doof anstellst, für den Rest deines Lebens deine Filme finanziert", sagte der 44-Jährige. "Das wäre super - das wäre eine Art Rente."