Titelbild Älter werden in Marburg
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VORWORT

Portrait von Herrn Dr. Thomas Spies

Liebe Seniorinnen und Senioren in der Universitätsstadt Marburg, liebe Familien,

Teilhabe an der Gesellschaft bedeutet Teilnehmen am Leben. Der Universitätsstadt Marburg ist es ein zentrales Anliegen, dass unsere Bürger*innen in jeder Phase ihres Lebens mittendrin sind statt außen vor. Ältere Menschen bereichern unsere Gesellschaft, denn der dritte Lebensabschnitt ist facettenreich und zeigt viele Gesichter. Die 7. Auflage des Seniorenwegweisers möchte den Chancen und Herausforderungen eines guten Älterwerdens in Marburg Rechnung tragen. Die Broschüre „Älter werden in Marburg“ ist dafür ein Baustein und ergänzt die Arbeit der beratenden Akteur*innen vor Ort.

So steht Ihnen das Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BiP) auch weiterhin für Ihre Fragen und Anliegen zur Seite. Sie finden dort das Pflegebüro/Fachstelle für Wohnberatung, die Altenhilfe mit der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats und die Altenplanung der Universitätsstadt Marburg. Des Weiteren beraten Sie der Pflegestützpunkt des Landkreises Marburg- Biedenkopf, die Alzheimer-Gesellschaft Marburg-Biedenkopf e. V., die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf e. V. (FAM) sowie der Verein für Selbstbestimmung und Betreuung e. V. (SuB). Das Spektrum im BiP wird durch wechselnde Beratungsangebote abgerundet. Beispiele sind unter anderem die Unterstützung zur Nutzung von Smartphones und Tablets oder die Sprechstunde des Seniorenbeirats. Der Seniorenbeirat der Stadt setzt sich seit 1997 für die Interessen von älteren Menschen ein und fungiert somit als Bindeglied zwischen älteren Mitbürger*innen und den städtischen Organen.

Das Angebot für gutes Älterwerden in Marburg soll noch weiter ausgebaut werden – mit dem Konzept III kommunaler Altenplanung. Der Fachdienst Altenplanung der Stadt hat den kommunalen Strategie- und Handlungsplan erarbeitet. Er berücksichtigt die Bedürfnisse der Menschen im dritten Lebensabschnitt. So geht es etwa darum, wie die Zeit nach dem Berufsleben gestaltet werden kann. Dafür gibt es in Marburg eine breite Palette an Aktivitäten in den Bereichen Begegnung, Freizeit, Bildung, Sport und Kultur. Möchten Sie sich für Ihre Mitmenschen stark machen? Dann laden wir Sie ein, sich im Rahmen der Quartiersarbeit in den neuen wie bewährten Initiativen und Vereinen zu engagieren.

Die Universitätsstadt unterstützt außerdem dabei, weitere Betreuungs- und Teilhabeangebote aufzubauen. Ein besonderes Augenmerk legt die Stadt auf die Herausforderungen von Demenz und Einsamkeit im Alter.

Bürger*innen in den äußeren Stadtteilen sowie Angehörige, Nachbar*innen oder Ehrenamtliche können sich an die Gemeindeschwester 2.0 als ergänzende Ansprechpartnerin zu bestehenden Beratungsstellen wenden. Die Gemeindeschwester 2.0 der Stadt gibt es seit April 2019. Sie unterstützt Ratsuchende bereits im Vorfeld von Pflegebedürftigkeit, um die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu fördern.

Ebenfalls um Teilhabe geht es bei dem Projekt „In Würde teilhaben“, das den Kontakt zu zurückgezogenen Mitmenschen sucht. Beide Projekte haben das Ziel, betroffene Senior*innen in die Mitte unserer Gesellschaft zurückzuholen und ihrer Vereinsamung vorzubeugen. Die zentrale Bedeutung von „Teilhabe“ wird auch auf gesetzlicher Ebene thematisiert. Mit der schrittweisen Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) informiert der Seniorenwegweiser über neue Beratungsangebote.

Zur Erweiterung des Angebots für ältere Bürger*innen in Marburg trägt auch das neue Altenzentrum St. Jakob mit Beratungs- und Begegnungszentrum bei. Das Zentrum entsteht derzeit am Richtsberg. Es fördert gleichzeitig die Quartiersentwicklung. So setzt sich die Universitätsstadt gemeinsam mit Fachleuten, Freiwilligen und Älteren für ein gutes Gelingen des demografischen Wandels ein.

Ganz herzlich danken möchte ich an dieser Stelle all jenen Freiwilligen in den Stadtteilen, die sich mit großem Einsatz für und mit Älteren engagieren.

Ihr
Dr. Thomas Spies
Oberbürgermeister