Das Assessment Center

– kurz AC – ist ein Personalauswahlverfahren im Bewerbungsprozess. In einem zeitlichen Rahmen von ein bis drei Tagen absolvieren die Bewerber verschiedene Assessment-Center-Übungen. Ziel ist es, das Verhalten und die Kompetenzen eines Bewerbers zu ermitteln, um festzustellen, ob er für die vakante Stelle fachlich und charakterlich geeignet ist.

 

Das Verhalten innerhalb der Übungen wird von Beobachtern, sogenannten Assessoren, analysiert und bewertet. Diese können Psychologen, aber auch Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen oder von externen Beratungsfirmen sein. Anhand von Bewertungsbögen und der Einschätzung der Assessoren werden die persönlichen und fachlichen Kompetenzen erfasst und am Ende ausgewertet.

 

Die AC-Aufgaben sind vielfältig und fordern die unterschiedlichsten Eigenschaften und Fähigkeiten von Ihnen. Nachdem Sie sich vor der Gruppe und den Assessoren vorgestellt haben, finden häufig Gruppendiskussionen statt. Beliebt sind auch Fallstudien, die berühmt-berüchtigte Postkorbübung oder das häufig angewendete AC-Rollenspiel. Am Ende eines AC werden Sie meist noch in einem Interview und im Abschlussgespräch auf die Probe gestellt.

 

Es gibt Einzel- und Gruppenaufgaben.

 

Bei den Einzelaufgaben müssen Sie sich auf verschiedene Formen von Aufgaben einstellen, dabei werden sowohl Ihre fachlichen als auch Ihre kommunikativen Kompetenzen genau unter die Lupe genommen. Bei den Gruppenaufgaben ist Ihre Teamfähigkeit gefragt, das bedeutet, dass Sie mit mehreren Bewerbern zusammen eine Lösung finden müssen.

 

Hier das Beispiel mit der Postkorbübung:

 

Bei der Postkorbübung handelt es sich um eine der klassischen AC-Übungen. Dabei erhalten Sie einen Postkorb mit 15-20 Dokumenten, die innerhalb einer vorgegebenen, knappen Zeitspanne abzuarbeiten sind. Die zu lösenden Probleme sind vielfältig und nicht ausschließlich beruflicher Natur. Rückfragen sind in der Regel nicht möglich. Jedes Schriftstück hat dabei bestimmte Rahmenbedingungen, die es zu berücksichtigen gilt, z.B. einen festen Abgabetermin. Teilweise können sich diese Rahmenbedingungen auch überschneiden, sodass man gezwungen ist, Prioritäten zu setzen. Sie müssen sich also entscheiden, welche Aufgaben sofort und von Ihnen erledigt werden müssen, welche Sie delegieren können und welche Aufgaben unberücksichtigt bleiben. Unter Umständen wird Ihre Arbeit durch zusätzliche Dokumente, Telefonate oder Mitarbeitergespräche gestört, um den Stressfaktor zu erhöhen. Die AC-Postkorbübung erfordert also Ihre volle Konzentration. Halten Sie Ihre Entscheidungen schriftlich fest, diese können Sie dann im anschließenden Gespräch begründen und erläutern.

 

Tipps für die Postkorbübung

 

Als erstes trennen Sie die wichtigen von den unwichtigen Aufgaben. Dann sortieren Sie die Aufgaben nach ihrer Dringlichkeit. Die wichtigen Aufgaben erledigen Sie sofort, die dringlichen können Sie auf einen anderen Termin verschieben. Einige können Sie delegieren, der Rest wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Es gibt allerdings keinen Königsweg und die Postkorbübung ist in der Regel auch so angelegt, dass sie nicht hundertprozentig zu erfüllen ist. Gehen Sie strukturiert und analytisch an die Postkorbübung ran, können Sie diese erfolgreich bewältigen!

 

Mehr Informationen im Netz, z. B. unter:

http://www.absolventa.de/karriereguide/assessment-center

Datum der Veröffentlichung: 26.09.2013

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