Die Berge rufen – darauf sollten Sie achten

Kindertrage (Kraxe)

Wie beim Schuhkauf sind Beratung und Probelaufen enorm wichtig. Die Trage muss auf die eigenen Bedürfnisse und die des Kindes abgestimmt sein. Prinzipiell unterscheidet man zwei Ausführungen: Kindertrage und „Rucksack-Kraxe“. Die erste Variante ist eher Einsteigermodell oder geeignet für Wanderer, die nur vereinzelt Bergtouren mit Kind machen. Sie ist günstiger, aber unbequemer für Träger und Kind, weil weniger gepolstert. Außerdem sollte die Trage eine gut gepolsterte Kopfstütze haben und Fußstützen, die ihr Kind erreicht. Wichtig sind auch ein Sonnenschutzdach und eine Regenhaut zum Aufspannen.

Auf welche Höhe darf man mit einem Kleinkind gehen?

Da Kleinkinder nicht artikulieren können, wenn sie ein Problem bekommen, bleibt dies meist unbemerkt. Wer mit Kleinkindern in die Berge geht, sollte deshalb immer eine Lösung parat haben, wie er schnell wieder runter kommt. Deswegen ist auch eine Hüttenübernachtung mit Baby nicht unbedingt ratsam. Man sollte mit ein- und zweijährigen Kindern die 3500-Meter-Marke nicht überschreiten. Zeigt ein kleines Kind in Höhen ab 2500 Metern eine Verhaltensänderung (z.B. Schlafstörung oder Appetitlosigkeit) sollte man sofort langsam absteigen und körperliche Anstrengungen für das Kleinkind vermeiden.

Sind Seilbahnfahrten problemlos möglich?

Eine Gondelfahrt ist für gesunde (Klein-)Kinder kein Problem. Genau wie bei Erwachsenen können zwar auch bei ihnen die Ohren zufallen, mit Hilfe von Schnuller oder Flasche schaffen Kleinkinder aber den nötigen Druckausgleich.

Was sollten Kleinkinder am Berg essen und trinken?

Auch wenn die Kleinen hauptsächlich in der Trage sitzen, ist ihr Energiebedarf in der Höhe größer. Man sollte also eine größere Menge einplanen als es zu Hause gibt. Energieriegel und Spezialnahrung machen wenig Sinn. Mit der vertrauten Nahrung kommen Kinder in der neuen Umgebung am besten klar. Man tut gut daran, seinem Kind immer wieder die Flasche zu reichen und es zum Trinken zu animieren. Kinder merken den Flüssigkeitsverlust durch Höhe und verstärkte Sonneneinstrahlung nämlich nicht. Für Kinder ist im Gebirge ein sehr hoher Lichtschutzfaktor (50+) nötig. Mütze, Handschuhe und warme Jacke sollten im Gepäck vorhanden sein.

Dauer der Tour

Ein früher Gipfelsturm ist mit Kleinkind nicht drin. Schon bei der Gehzeit muss man fast das Doppelte kalkulieren, wenn man ein Kind auf dem Rücken trägt. Hinzu kommt, dass viele Pausen zur Erholung nötig sind. Man sollte nur Spielzeug mitnehmen, das dreckig werden darf oder leicht waschbar ist. Am besten plant man nur kurze Touren, ein Vormittag am Berg oder ein halber Nachmittag reichen anfangs.

 

Haben Sie auch eine Bergtour mit Kind absolviert?
Schicken Sie uns doch Fotos von Ihrer Traumaussicht an info@total-lokal.de.

 

 

Bildquelle:
- bigstockphoto.com

Datum der Veröffentlichung: 13.10.2014
Beitragsverfasser: active woman

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