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Eulenskulptur vor Glienicker Schulcampus enthüllt

Brandenburg, Oberhavel, Glienicke/Nordbahn

(md) Vor etwa fünf Jahren begann mit der Gestaltung der Außenanlagen des Glienicker Grundschulcampus ein größeres Projekt, das mit der Enthüllung der zweiten Wächterfigur am Eingang des Hortes „Coole Kids“ am 12. Juni seinen vorläufigen Abschluss gefunden hat. In dieser Zeit hatten dutzende Kinder mehrerer Jahrgänge aus dem Hort der Grundschule - etliche von ihnen haben die Einrichtung inzwischen absolviert - an der Ideenfindung, an den Entwürfen und an der Ausführung der repräsentativen Tierfiguren an der Hauptstraße unseres Ortes mitgewirkt. Diese Mitarbeit der Hortkinder war bereits in der Ausschreibung des Projektes verankert worden, also von Schule und Hort unbedingt gewollt. Und so engagierten sich die „Coolen Kids“ unter Anleitung der Künstler Heike Adner und Knuth Seim in verschiedenen Gruppen und diskutierten, welche Tiere als Figuren in Betracht kämen. Im Gespräch waren ein Krokodil, ein Schwan, eine Maus, eine Schildkröte, eine Schnecke aber auch ein König, der ähnlich wie ein Roland die Wachen hätte halten können.

Nachdem vor zwei Jahren bereits eine Katzenskulptur als Symbol von Aufmerksamkeit, Gewandtheit und Sensibilität am Horteingang links entstanden war, flankiert nun zu seiner rechten eine etwa 2,5 Meter hohe Eule den Zugang. Adner erläuterte die Symbolik auf folgende Weise: „Die Eule steht traditionell für die Weisheit. Meines Erachtens kommt jedes Kind mit einer Grundausstattung an natürlicher Weisheit auf die Welt. Schule und Hort sollten allerdings Orte sein, an denen diese Weisheit befördert und weiterentwickelt wird.“ Für die Eule waren von den Kindern im Hort viele Entwurfszeichnungen angefertigt worden, die in den vergangenen Wochen am Bauzaun vor dem Schulgebäude ausgestellt waren. Unter einem eigens errichteten Wetterdach hinter diesem Bauzaun und teilweise auf Gerüsten wurde seit dem 16. April erst am Aufbau des Grundkörpers, dann an der detaillierten Formgebung und schließlich an der mosaikartigen Gestaltung der Oberfläche gearbeitet.

Während der feierlichen Enthüllung der Eulenskulptur, an der auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Martin Beyer, und Bürgermeister Dr. Hans G. Oberlack teilnahmen, dankte die Leiterin des Hortes, Monika Spur-Rondeshagen allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt hatten: der Gemeinde Glienicke, den beiden Künstlern, Mitarbeitern des Hortes und nicht zuletzt den vielen beteiligten Hortkindern.

In der Realisierungsphase, also beim Aufbau der Eule, hatten sie sich am Ausheben der Fundamentgrube beteiligt, beim Aufschichten des Baumaterials geholfen, Steinplatten aus Italien (Marmor) und Südamerika in einer Gesamtfläche von circa 12 Quadratmetern zu vielgestaltigen Mosaikstücken für die Oberfläche zerklopft sowie beim Sägen, Schleifen und Aufkleben dieser Steine mitgemacht. Am anstrengendsten, so eine der Nachwuchsbildhauerinnen, sei die Reinigung der Oberfläche nach dem Verfugen der vielen Hundert in Farbe und Form so unterschiedlichen Mosaikstücke gewesen. Auf welche Weise sie der stolzen neuen Wächterfigur ihren besonderen Charakter verleihen, kann jeder nun selbst begutachten - wenn auch der Sockel endgültig fertig und der Bauzaun geräumt ist. Besonders beeindruckt zeigten sich die Künstler und die Hortleiterin von der regen Anteilnahme vieler Passanten während der Wochen des Aufbaus. In zahlreichen guten Gesprächen hatten sie ihre Anerkennung und viel Zuspruch für das Projekt zum Ausdruck gebracht und dies auch im ausgelegten Gästebuch festgehalten. Ein Blick auf die Eule und in das Gästebuch ist mit Sicherheit lohnenswert!

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