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Kiel, Plön und Rendsburg-Eckernförde: Neue Leitstelle koordiniert Rettungseinsätze

Kiel, Plön und Rendsburg-Eckernförde: Neue Leitstelle koordiniert Rettungseinsätze

Schleswig-Holstein, Kiel, Kiel

Die Landeshauptstadt Kiel betreibt seit 2008 gemeinsam mit den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde die Integrierte Regionalleitstelle Mitte. Hauptaufgabe der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle ist das Annehmen von Notrufen und die Alarmierung und Koordinierung der Rettungsdienste, Feuerwehren sowie des Katastrophenschutzes. Dies führt täglich zu rund 2.000 Anrufen, jährlich werden 130.000 Einsätze disponiert. Da die Anzahl der Einsatzleitplätze in den bisherigen Räumen nicht länger ausreichte und die Technik veraltet war, wurde ein Neubau geplant und umgesetzt.

 

Nach zwei Jahren Bauzeit ist am Sonnabend, 1. Dezember, die neue Integrierte Regionalleitstelle Mitte auf dem Gelände der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Kiel ans Netz gegangen. Auf 2.000 Quadratmetern werden dort zukünftig die Notrufe aus Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Plön angenommen und die Einsatzkräfte alarmiert. Im Zuständigkeitsgebiet der Leitstelle leben 650.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

 

Mit 19 Einsatzleitplätzen, zwei Räumen für Führungsstäbe sowie einer hochverfügbaren technischen Gebäudeausstattung ist auf dem Wachgelände am Kieler Westring eine der modernsten Leitstellen in Norddeutschland entstanden.

 

Geplant und umgesetzt durch das Kieler Architekturbüro Schmieder Dau Architekten, sind im Neubau für 7,5 Millionen Euro alle Anforderungen für einen modernen und sicheren Leitstellenbetrieb berücksichtigt. Achtzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zeitgemäße Büros, Werkstattbereiche und Sozialräume erhalten.

 

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freute sich bei der Einweihung über die Termin- und Budgettreue des städtischen Bauprojektes: „Der Zeitplan wurde eingehalten und das veranschlagte Budget reichte aus. Das ist eine tolle Punktlandung der beteiligten Firmen und gibt den Menschen in Kiel und den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde die Sicherheit, in Notlagen schnell und zuverlässig Hilfe zu bekommen.“ Er drückte gemeinsam mit der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig und dem stellvertretenden Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde Manfred Christiansen den roten Knopf für die Aktivierung der neuen Leitstelle.

 

„40 Kilometer Strom- und Datenkabel, drei Lüftungsanlagen, eine eigene Notstromversorgung und gedoppelte IT-Technik machen uns als kritische Infrastruktur in der Gefahrenabwehr unabhängig und ermöglichen einen ausfallsicheren Betrieb“, so Kiels Leitender Branddirektor Thomas Hinz.

 

Gemeinsam mit Leitstellenleiter Henrik Lehn führte Hinz die Gäste durch den dreigeschossigen Neubau, in dessen Mittelpunkt der 350 Quadratmeter große Leitraum mit einer Deckenhöhe von fünf Metern steht. Dort befinden sich 13 der 19 Einsatzleitplätze, jeder mit sechs Monitoren, an denen die Disponenten die Anrufe der Notrufnummer 112 annehmen und umgehend Einsatzkräfte zu den Notfallorten alarmieren. Die weiteren Arbeitsplätze dienen der Koordination von Großschadenslagen, größeren Veranstaltungen wie der Kieler Woche sowie auch der Aus- und Fortbildung der Leitstellendisponenten.

 

Foto: Freigabe der neuen Integrierten Regionalleitstelle Leitstelle Mitte per Druck auf den roten Knopf (von links): Thomas Hinz (Leiter Berufsfeuerwehr Kiel), Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (Kiel), Landrätin Stephanie Ladwig (Kreis Plön), Architekt Rainer Dau und der stellvertretende Landrat Manfred Christiansen (Rendsburg-Eckernförde). Ganz rechts freut sich Henrik Lehn, Leiter der Leitstelle, mit.

Foto: LH Kiel / Arne Gloy

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