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Kochen ist ein Liebesbeweis

Veröffentlicht am: 23.03.2018in Wohnen & Lebenvon Torsten Schubert

Kochen ist ein Liebesbeweis

Convenience, Fast Food und Coffee to go - all diese „neudeutschen“ Begriffe stehen für den schnellen und bequemen Griff zum Essen. Die Idee dahinter: Genuss ohne eigene Arbeit mit dem Kochen. Die täglich eingesparte Zeit kann nach belieben „sinnvoller“ verwendet werden. Das moderne Lebensgefühl heißt, mobil sein und dabei unterwegs versorgen.

 

Doch ist das wirklich besser, als Zuhause zu kochen? Studien zeigen, dass Menschen, die nebenbei auf Fertigmahlzeiten zurückgreifen, im Durchschnitt mehr Kalorien, Fett und Zucker zu sich nehmen als Selbstversorger. Zudem ist das Essen unterwegs auf Dauer teurer und zudem weniger frisch. Dass es trotzdem Spaß macht, auf dem Weg das eine oder andere mitzunehmen und beispielsweise im Büro oder in der Pause im Park zu essen, ist unbenommen. Aber es sollte die Ausnahme sein, die nicht zur Regel wird.

 

Vor allem Berufstätige, die mehr als 35 Stunden pro Woche aus dem Haus sind, neigen dazu, nicht zu Hause zu kochen, um mehr Zeit für Hobbys und Vergnügungen zu haben. Ein Fehler, warnen Experten. Ihre Begründung: Selbst kochen schmeichelt der Figur und ist damit gesünder. Außerdem entschleunigt es unseren Alltag und baut Stress ab. Nebenbei ist es gut für den Geldbeutel und macht sexy. Immerhin gaben bei einer repräsentativen Umfrage 36 Prozent der Frauen an, einen Mann am Herd sexy zu finden. Umgekehrt stimmten 38 Prozent der Männer der Aussage zu, eine kochende Frau sei sexy.

 

Die Fakten sprechen also eindeutig für das Kochen am eigenen Herd. Bleibt nur die Frage, wie sich das neben dem Beruf sinnvoll organisieren lässt. Eine gute Idee ist es, Kochgemeinschaften zu bilden. Arbeitskollegen finden sich zusammen und jeder kocht reihum abends bei sich Zuhause ein wenig mehr, als er tatsächlich isst. Am nächsten Tag wird der Teil, der übrig bleibt, einfach zur Arbeit mitgebracht und ausgetauscht. So müssen nicht alle jeden Tag kochen und haben trotzdem eine warme Mahlzeit. Da bleibt es nicht aus, dass auch Rezepte ausgetauscht werden.

 

Jeder sollte es sich wert sein, frisch, gut und gesund zu essen. Gemeinsam mit Freunden oder Familie zu kochen, ist sogar ein idealer Mix aus geselligem Freizeitvergnügen, kreativer Herausforderung und kulinarischem Genuss. Schnibbeln und Brutzeln wird so zum Event und führt ganz nebenbei Kinder spielerisch in die Welt der Lebensmittel und Küchengeheimnisse ein.

 

Wer Kochen als Bereicherung des Lebens und nicht als unangenehme Notwendigkeit empfindet, nutzt die Zeit am Herd ja durchaus sinnvoll. Außerdem kann es die Partnerschaft bereichern. Denn: Für den Partner zu kochen, zeugt von Wertschätzung und ist einer der schönsten Liebesbeweise.

 

 

Fotos:

Header: Digital Vision/thinkstock

Beitragsbild: altrendo images/thinkstock

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