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Kreisstadt erhält Titel „Fairtrade-Stadt“

Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigslust-Parchim, Parchim

Parchim. Parchim bekennt sich klar zum fairen Handel auf kommunaler Ebene. Damit unterstützt die Kreisstadt die weltweite Kampagne, die Konsumenten, Unternehmen und produzierende Organisationen miteinander verbindet. Wer sich für fair gehandelte Produkte entscheidet, hilft mit, bessere Preise für Kleinbauernfamilien zu erzielen sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu schaffen.

Bereits im Herbst 2017 hatte sich die Stadtvertretung der Kreisstadt für die Beantragung des Titels „Fairtrade-Town“ ausgesprochen. Mit dem Beschluss zur Unterstützung des fairen Handels wurde der Weg zur „Fairtrade-Stadt“ geebnet. Nun ist es endlich so weit. Mit Beginn des Jahres 2020 darf sich Parchim offiziell „Stadt des Fairen Handels“ nennen.

Der „Titel“ wurde am 21. Januar 2020 im Rahmen einer Auszeichnungsfeier im Stadthaus Parchim übergeben. Die Urkunde überreichte Manfred Holz, der Fairtrade-Ehrenbotschafter der Kampagne, der dafür eigens aus Wuppertal angereist war. „Sie spielen jetzt in der Fairtrade-Champions-League mit Metropolen wie London und Rom", bemerkte er schmunzelnd und warb für weitere Unterstützung des fairen Handels. „Setzen Sie bitte auch weiterhin auf faire, regionale und saisonale Produkte“, gab Manfred Holz den anwesenden Gästen mit auf den Weg.

Neben einem kleinen Rahmenprogramm gab es im Stadthaus eine Ausstellung zum Thema „Fairer Handel“. Die Stadtverwaltung geht dabei mit gutem Beispiel voran. „Bei allen offiziellen städtischen Veranstaltungen bieten wir fair gehandelten Kaffee und Tee an, gerne auch mit Fairtrade-Zucker“, informierte Parchims Bürgermeister Dirk Flörke. Der Verwaltungschef dankte ausdrücklich allen Beteiligten für die großartige Unterstützung auf dem Weg zum „Fairtrade-Zertifikat“.

Mehr als ein Dutzend Kooperationspartner aus Wirtschaft, Schulen, Vereinen, Verbänden und Kirchgemeinden unterstützen bereits aktiv die „Fairtrade-Stadt“ Parchim. Weitere sollen folgen, denn insbesondere durch die Vernetzung von Akteuren aus den unterschiedlichsten Bereichen können neue spannende Projekte auf den Weg gebracht werden. So ist beispielsweise der Altstadthändlerverein dabei, einen eigenen „Stadtbeutel“ für Parchim zu kreieren. Des Weiteren wird es in diesem Jahr „Fairtrade“-Aktionen auf dem Stadtfest, den Bauernmärkten sowie dem Martinimarkt geben. Auf Parchims größtem Jahrmarkt beispielsweise wurden bereits 2019 „Fairtrade“-Produkte angeboten und verköstigt sowie wiederverwertbares Geschirr ausgegeben, um die Umwelt zu schonen. Auf den traditionellen Bauernmärkten werden seit jeher regionale Produkte angeboten. Dementsprechend sollen fair gehandelte Artikel zukünftig noch stärker in den Fokus rücken.

Parchim ist nach Rostock, Schwerin und Greifswald erst die vierte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, welcher das Zertifikat „Fairtrade-Town“ verliehen worden ist. In Deutschland ist die Kreisstadt nunmehr die 666. Fairtrade-Kommune.

Weltweit sind es mittlerweile 36 Länder mit über 2.000 Fairtrade-Towns, darunter London, Rom, Brüssel und San Francisco. In allen Fairtrade-Städten haben sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene mit tollen Initiativen.


Bildunterschrift:

Ein großes Dankeschön gebührt allen Beteiligten, die Parchim auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ begleitet und den „Titel“ ermöglicht haben.

Datum der Veröffentlichung: 21.01.2020
Beitragsverfasser: Torsten Schünemann, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Weblink: http://www.parchim.de

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