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Möhnesee IV: Erholen in und am Möhnesee

Nordrhein-Westfalen, Soest, Möhnesee

Etwa 59.000 Gäste kamen 2011 in die Gemeinde und übernachteten insgesamt rund 217.500 Mal in Hotels, Pensionen, Gästezimmern, in der Jugendherberge oder auf einem der Campingplätze. Dabei verbrachte ein Besucher durchschnittlich 3,7 Tage in Möhnesee, das ist so lang wie noch nie zuvor. Altbekannt ist der Ort für seine zahlreichen Bade- und Wassersportangebote: Zum Schwimmen gibt es allein drei offizielle Strandbäder am See. Seine zehn Quadratkilometer laden aber auch Angelsportler an vielen Stellen ein, ihrem Hobby nachzugehen. Vom 15. März bis 15. November darf gesegelt werden, es gibt auch zwei Schulen, die dazu Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene erteilen. Das Surfen ist seit 2002 kostenlos, am Südufer, direkt neben einer Minigolfanlage gibt es eine öffentliche Surfstation mit Umkleiden, Duschen und WC. Bootsverleih, Motorbootschule und Personenschifffahrt gibt es in der Gemeinde ebenso wie  Floßfahrten und Tauchen. Aber auch an Land bestehen unzählige Möglichkeiten: Allein zehn thematische Radtouren, ob historisch oder beispielsweise kulinarisch, locken die Gäste auf den Drahtesel. Planwagenfahrten, Klettersport, Tennis und Squash stehen ebenso auf dem touristischen Angebot wie Armbrustschießen, Minigolf und Wellness oder Sprechfunkkurse und GPS-Touren.

Die einzelnen Ortsteile bieten natürlich ebenfalls viel Sehenswertes:  Delecke lädt mit zahlreichen Gastronomie-Betrieben, einem Campingplatz und Yachtclubs zum Verweilen ein. Zum etwas höher gelegenen Hof Schulte-Drüggelte gehört die bereits im 12. Jahrhundert in Anlehnung an die Grabeskirche in Jerusalem erbaute Kapelle. Um die kleine Gebetsstätte ranken sich bis heute zahlreiche Theorien, Spekulationen und Mythen. Ganz in der Nähe steht der als Aussichtsturm zugängliche, 18 Meter hohe Bismarckturm. In Günne ist das herausragende Bauwerk natürlich die Talsperre, durch die der Möhnesee aufgestaut wird. Im Ortskern allerdings lohnt sich auch ein Besuch der neugotischen Pfarrkirche St. Antonius der Einsiedler. Mitten in Stockum stehen 1.000-jährige Eichen und in der Nähe seiner Waldkolonie Neuhaus ist das malerische Hevetal sehenswert. Im Ortsteil Wamel besucht man den historischen Tinkenstein (einen Versammlungsort) und die 1912 erbaute Kanzelbrücke, deren Pfeiler wie Kanzeln einer Kirche aus dem Wasser ragen. Rad- und Wandertouren werden immer wieder gern im Wildpark und am naturkundlichen Infoweg von Völlinghausen gestartet.

Hewingsen wird zwar erst 1072 erstmals urkundlich erwähnt, war jedoch schon lange zuvor Siedlungsgebiet, wie Bodenfunde belegen. Besonders sehenswert sind hier die Fenster der Marienkappelle. Ein Gasthof in Theiningsen bietet hausgemachte Spezialitäten und widmet sich mit „Bed & Bike“ besonders den  Radfahrern. Einen Besuch wert ist hier sicher auch das alte Bauerncafé, außerdem fließen hier die Haar und die Möhne zusammen. Bis 1970 eher landwirtschaftlich geprägt, ist Wippringsen seit der Ausweisung eines Gewerbegebietes besonders für Betriebe interessant. Diese Tatsache führte sogar zu einer Ausweitung des Ortes. In Büecke besucht man einen Freistuhl, zwei Steinbänke und einen Tisch - dieses Ensemble soll an eine frühere Gerichtsstätte erinnern. Berlingsen ist geprägt von Wohnhäusern und Bauernhöfen. In Echtrop gibt es ein Eissportzentrum. Am Ortsrand befinden sich außerdem zwei frühere Militärstützpunkte, die heute allerdings von Gewerbebetrieben genutzt werden. Ellingsen bietet bei gutem Wetter einen einmaligen Weitblick über die Westfälische Bucht. Inmitten des Vogelschutzgebietes Hellweg liegt Brüllingsen, das dem Besucher noch einen völlig klassischen, alten Dorfcharakter zu bieten hat.

 

Bildquelle: Wikipedia, Urheber: Dominik Schäfer

Datum der Veröffentlichung: 23.05.2014

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