Leihradanbieter stellt 50 Fahrräder in Glienicke ab

Brandenburg, Oberhavel, Glienicke/Nordbahn

(af) Der chinesische Leihfahrradanbieter Mobike hat am 3. Mai sein Projekt in Glienicke/Nordbahn gestartet und stellte 50 orange-silberfarbene Drahtesel im Ort ab. Neben vier festen Parkplatzzonen, die sich vor dem Alten Rathaus, am Dorfteich, am Kirchvorplatz und am Kreiselverkehr im Sonnengarten befinden, stellt das Unternehmen seine Fahrräder auch an weiteren Standorten im Gemeindegebiet sowie an den Berliner S-Bahnhöfen Hermsdorf und Frohnau zur Verfügung. Glienicke ist die erste Kommune in Brandenburg, in der das Bike-Sharing-Unternehmen aktiv ist. Nutzer können die Fahrräder per App ausleihen und zahlen derzeit 0,50 Euro je 20 gefahrene Minuten. Mit Hilfe des Mietfahrradangebotes soll sowohl der innerörtliche Verkehr als auch die Parkplatzsituation an den S-Bahnhöfen entlastet werden.

„Die Zahl der Berufspendler steigt kontinuierlich an und wir sehen tagtäglich, dass der Bedarf nach flexiblen Mobilitätslösungen sehr hoch ist. Daher freuen wir uns sehr, dass Mobike Interesse an unserem Ort zeigt und so unseren Pendlern eine sinnvolle Alternative zum privaten Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln bieten kann“, sagte Bürgermeister Dr. Hans G. Oberlack. Mit der Ausweitung seines Angebotes ins brandenburgische Glienicke will der Leihradanbieter seiner Vision näherkommen, das Konzept auch in den Randgemeinden der Großstädte zu etablieren. „Die an Berlin angrenzenden Kommunen sind verkehrstechnisch nicht so gut erschlossen wie die Hauptstadt. Die U-Bahn fährt gar nicht bis nach Brandenburg, die S-Bahn kommt nur im 10- oder 20-Minutentakt und die Busse fahren noch seltener. Wenn man dann einen Anschluss knapp verpasst, sind die Wartezeiten sehr lang“, sagte Jimmy Cliff, General Manager von Mobike Deutschland.

Gemeindevertreter Jörg Rathmer (FDP), der als Initiator des Kiezbusses gilt und den Kontakt zu dem Bikesharing-Anbieter hergestellt hat, wünscht sich, „einen weiteren Schritt in Richtung der von allen Glienickern gewünschten und erhofften Reduzierung des Verkehrs im Ort zu gehen“.

Die Leihfahrräder können über ein Smart-Lock-System einfach und bequem über die kostenlose App für die Fahrten freigeschaltet werden. Anschließend können die Räder überall wieder abgestellt werden – vorausgesetzt, dass sie niemanden behindern oder Zufahrten versperren. Bezahlt wird per Sofort-Überweisung oder mit den hinterlegten Kreditkarten-Angaben. Jeder Nutzer bucht auf seiner App ein Guthaben von mindestens zwei Euro. Dieses Guthaben kann man jederzeit wieder aufladen. Es gibt auch langfristige Angebote. Wer zum Beispiel bis zu zwei Stunden am Tag fährt und diesen Service an 30 Tagen nutzen will, zahlt 9,90 Euro. Für ein ganzes Jahr fallen Kosten von 89,90 Euro an.

Das Unternehmen setzt bei seinem Pilotprojekt auf einen engen Dialog mit der Glienicker Verwaltung und seinen Bürgern. „Uns ist es wichtig, dass wir in das Ortsbild der Gemeinde passen und die Leute durch die Fahrräder nicht behindert werden“, sagte Max Springer, Mobike Operation Manager Berlin/Brandenburg. Des Weiteren will der Anbieter die Nutzer dazu bringen, sich mit Hilfe eines Punktesystems an die Regeln zu halten. Wer das mit einem GPS-Gerät ausgestatte Rad also beschädigt oder falsch abstellt, bekommt Minuspunkte. Nutzern, die zu viele davon sammeln, kann zur Strafe auch der Account gesperrt werden.

Dass Glienicke die erste Gemeinde in Brandenburg ist, in der das Bikesharing-System getestet wird, liegt laut Springer an der hohen Bevölkerungsdichte. „Glienicke erfüllt die Voraussetzung, dass das Experiment sich lohnt“, sagte er. Wie lange das Pilotprojekt in Betrieb bleibe, konnte er nicht sagen. „Wir werden die Ergebnisse mit der Gemeindeverwaltung regelmäßig auswerten, eine Deadline wird es nicht geben.“


Bilder:
Quelle: Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Start für das Pilotprojekt: Vor dem Alten Rathaus erklären (v.l.) Max Springer, Mobike Operation Manager Berlin/Brandenburg, und Jimmy Cliff, General Manager von Mobike Deutschland, Gemeindevertreter Jörg Rathmer und Bürgermeister Dr. Hans G. Oberlack das Nutzungsprinzip der Leihräder.

Datum der Veröffentlichung: 03.05.2018
Beitragsverfasser: Arne Färber, Pressestelle Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Weblink: http://www.glienicke.eu

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