Ideenwettbewerb 2020: yooweedoo plant mit 28 Projekten die Zukunft nach Corona

Schleswig-Holstein, Kiel, Kiel

Stadt, Wirtschaftsministerium und weitere Partner unterstützen Wettbewerb – „yooweedoo Summercamp“ geht online

 Der yooweedoo-Ideenwettbewerb unterstützt seit 2010 Gründerinnen und Gründer nachhaltiger, gemeinwohlorientierter und sozialunternehmerischer Projekte und Startups. Neben dem Startkapital winkt den Siegerinnen und Siegern des Wettbewerbs die kostenfreie Teilnahme am „yooweedoo Summercamp“ sowie eine umfängliche Beratung durch das yooweedoo-Team.

 Der Ideenwettbewerb ist Teil des Projektes yooweedoo der School of Sustainability der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Zusammenarbeit mit der Zukunftsmacher Akademie. Gefördert wird der Wettbewerb durch die Landeshauptstadt Kiel, die Landesregierung Schleswig-Holstein, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Hans Sauer Stiftung.

 „Jede*r kann mit eigenen Ideen die Welt verbessern“ – das Motto des yooweedoo-Ideenwettbewerbes spiegelt sich auch in den 28 in diesem Jahr prämierten, sozial und ökologisch nachhaltigen Projekten wider. Damit sich diese besser für die Zeit während und nach der Coronakrise rüsten können, veranstaltet yooweedoo im Mai ein virtuelles Summercamp. Der diesjährige yooweedoo-Publikumspreis geht an LEIHOTHEK Deutschland.

 

 Viele innovative Projekte beim Ideenwettbewerb 2020

 Innovative Produkte aus Hanf, ostseefreundliche Sonnenmilch, Artistik für alle, ein Leihladen für selten benötigte Dinge, ein nachhaltiges Festival für Kiel, Nahrungsmittel aus Insekten – das Spektrum an nachhaltigen Ideen und Konzepten im yooweedoo-Ideenwettbewerb ist auch in diesem Jahr riesig. Das Publikumsvoting konnte die Münsteraner Sharing-Plattform LEIHOTHEK für sich entscheiden. Das rund um das zweite Maiwochenende stattfindende „yooweedoo Summercamp“ soll den Teilnehmerinnen, Teilnehmern und ihren Teams dabei helfen, ihre Vorhaben trotz Corona weiter zu entwickeln und irgendwann greifbar und erlebbar zu machen.

 „Gerade jetzt benötigen die Projekte viel Unterstützung aus unserer Community. Das Summercamp ist dafür der wichtigste Kristallisationspunkt“, erklärt yooweedoo-Gründer Prof. Christoph Corves von der School of Sustainability an der Christian-Albrechts-Universität (CAU). „Wir arbeiten unter Hochdruck daran, es vom kalifornischen Strand in einen virtuellen Raum zu verlegen“, so Corves weiter. Das Summercamp ist der Auftakt zur Umsetzung der Projekte – ein Wochenende des Austausches zwischen jungen Projekten, erfahreneren Unternehmen sowie Expertinnen und Experten rund um die Themen Social Entrepreneurship und Nachhaltige Entwicklung.

 „Durch die Coronakrise durchlaufen wir gleich mehrere, stark beschleunigte Strukturwandel auf einmal, denen wir uns nur mit viel Energie, Mut und Durchhaltevermögen stellen können. yooweedoo und die Projekte im Ideenwettbewerb sind dafür sehr gelungene Beispiele“, kommentiert Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz. Die Landesregierung unterstützt zwölf Teams, die Landeshauptstadt Kiel zehn Teams. Die Bundesstiftung Umwelt fördert fünf Teams, die Münchner Hans Sauer Stiftung ein Team.

 Dass bei den prämierten Projekten nicht alles immer den letzten Business-Schliff hat, gehört zum Konzept des yooweedoo-Ökosystems. Es geht um Empowerment, also darum, Menschen anzustiften, weltrettende – und gerne auch etwas abwegige – Ideen zu haben.

 „Die yooweedoo-Projekte verändern mit ihrer kreativen Energie die Welt ökologisch wie sozial nachhaltig und setzen damit wichtige Impulse für den Kieler Bildungs- und Wirtschaftsstandort,“ sagt Renate Treutel. Die Kieler Bürgermeisterin und Wissenschaftsdezernentin freut sich besonders, weil einige Projekte aus einer erstmaligen Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der School of Sustainability und den Studierenden hervorgegangen sind. „Diese Partnerschaft überzeugt“, bilanziert Treutel, „sodass wir auch in Zukunft gern weiter als Unterstützerin dabei sind.“

 Die Projekte sorgen laut Prof. Corves auch in der Wirtschaftsstruktur für Erneuerung, Dynamik und nicht zuletzt hochmotivierte und fähige Köpfe. Jedes Jahr wirken rund 200 Menschen an der Umsetzung der Projekte mit. Viele von ihnen erzielen messbaren gesellschaftlichen Mehrwert und haben zum Teil große Reichweite. Ein möglicherweise noch wichtigerer Indikator: Etwa 20 bis 30 Prozent der geförderten Projekte gründen tatsächlich einen Verein oder ein zumeist gemeinnütziges Unternehmen.

 Im Schnitt teilen sich die prämierten Teams rund 2.000 Euro. Dabei handele es sich in der Regel keinesfalls um einen kleinen Zuschuss, so Corves: „Die meisten Antragsstellerinnen und Antragssteller stehen ganz am Anfang ihres Schaffens und oft sind die Preisgelder die alleinige Anschubfinanzierung.“

 Weiterführende Informationen zu yooweedoo sind im Internet unter www.yooweedoo.org sowie auf der Facebook-Seite www.facebook.com/yooweedoo zu finden.
Die prämierten Projekte im Kurzüberblick
 
Projekt Kurzbeschreibung Gefördert durch
Blutspende der Zukunft 80 Prozent der Deutschen benötigt mindestens einmal im Leben Spender*innenblut, während nur – rückläufige – 3 Prozent spenden. Das Projekt „Blutspende der Zukunft“ will das per App ändern, mehr Anreize für eine Blutspende schaffen und die Bindung zwischen Spender*in und Klinik festigen. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Dare to Care Stress ist laut WHO die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts. Das geht schon in der Jugend los und prägt für das ganze Leben. Das Projekt „Dare To Care“ will jungen Menschen präventiv die wichtigsten Erkenntnisse der Psychologie vermitteln, um psychische Erkrankungen zu verhindern und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. In der Startphase soll es Workshops an Schulen in Lübeck, Würzburg, Berlin und Hamburg geben. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Das Bunte Deck Die Bildsprache gängiger Kartendecks ist stereotypisch und schwer überholt. Alle weiß, keine Königin, Buben mit Schwert, Damen mit Blume usw. usf. Das reproduziert Geschlechterrollen, beeinflusst das Denken und festigt Diskriminierung. Dass das anders geht und irre Spaß macht, zeigt das Bunte Deck. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Daumenschmaus - vegan Die feste und nachhaltige Handcreme auf Honigwachsbasis pflegt nicht nur Boulder*innenhände und ermöglich Biodiversität bei null Verpackungsmüll. Allein 3.000 Quadratmeter Bienenweide sind schon entstanden, 10.000 sollen es dieses Jahr noch werden. Noch besser: Jetzt gibt es Daumenschmaus auch vegan. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
foodsharing Freundeskreis Ein Freundeskreis für Foodsharing sollte es sein – gegen Lebensmittelverschwendung und für die Möglichkeit, überregional ehrenamtlich Aktive finanziell zu unterstützen. Bedarf und Gerechtigkeit gestalten die gemeinschaftlich beschlossene Verteilung der Finanzmittel, ein eigenes Tool ermöglicht Transparenz und einfaches Spenden. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Kalle – Dein Biomüll Bioabfall ist ein wichtiger Rohstoff, der in der Sammlung zu Hause sehr anspruchsvoll ist. Die Lösung: Kalle, der Biomülleimer für die Küche, der viel mehr kann als nur sabbern, schimmeln und stinken. Kalle ist strukturell offen und wird mit biologisch abbaubaren Papiertüten verwendet. Die gute Luftzufuhr verhindert das Durchnässen der Tüte und vermindert Gestank und Schimmel. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
PraktischPlastik Krankenhäuser sind die fünftgrößten Abfallproduzenten Deutschlands. Die vier Kielerinnen von PraktischPlastik wollen dieses Problem angehen, wollen Plastikkreisläufe, Entsorgungs- und Recyclingverträge sowie Lieferketten analysieren und individuelle Lösungspakete entwerfen. Weitere Ziele: weniger ungenutzter Plastikabfall, mehr Engagement der Mitarbeiter*innen, Kostenersparnis für die Krankenhausbetreiber. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Waldquallen Mit Kaffee zum Pilz: Die Flensburger Waldquallen wollen auf Kaffeesatzbasis Speisepilze anbauen und in Kooperation mit Partnercafés, Unverpackt-Läden, Marktständen sowie Restaurants eine lokale, ressourcenschonende und lebensmittelschätzende Vertriebsstruktur aufbauen. Das soll auch noch verpackungsarm, nährstoff- und ressourcenschonend und vor allem innenstädtisch klappen. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
Wandelwürfel Die Spiele des Kieler Projekts „Wanderwürfel“ sollen kritisches Hinterfragen fördern und die spielerische Auseinandersetzung mit realen Problemen ermöglichen. In ihrem ersten Produkt gilt es, ein Gleichgewicht zwischen persönlichen Zielen und dem Allgemeinwohl unter dem Eindruck des Klimawandels herzustellen. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
WiederHolz Ohne Ende eigentlich noch verwertbares Holz landet im Sperrmüll – schlecht für die Umwelt, teuer für die Kommunen. WiederHolz hat die Lösung: brauchbares Holz sammeln und zu nützlichen Produkten wie Möbel, Spielzeug und Modelle zu verarbeiten. Ziel: Bewusstsein für die Wiederverwendung von Holz schaffen und Upcycling-Produkte bekannter machen. den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Schleswig-Holstein
sisu Gemeinsam mit Senior*innen Kleidung reparieren und individuell anpassen: Nachhaltiger Modekonsum und Teilhabe im Alter gehören für ['sisu] zusammen. Das wollen sie in Kiel unter anderem mit generationsübergreifenden Reparatur- und Schneiderkursen inklusive Vermarktung per Tausch- und Flohmarkt erreichen. Die finnische Philosophie sisu bedeutet übrigens innere Stärke, Entschlossenheit und Selbstvertrauen, artikuliert durch einen aktiven Lebensstil. die Landeshauptstadt Kiel
InSection Mehlwürmer sind überaus nahrhaft – davon hat man schon mal gehört, wenn auch nur die Wenigsten das schon mal getestet haben. Dass die kleinen weißen Dinger allerdings zudem sehr umweltfreundlich und nachhaltig sind, macht sie laut InSection aus Kiel zu einer echten Nahrungsressource – egal, ob zu Hause gezüchtet oder im Burger vom Imbiss als schmackhafte klimaverträgliche Alternative zu Rind- und Schweinefleisch. die Landeshauptstadt Kiel
Kiel Kann Mehr Festival Das „Kiel Kann Mehr“-Festival soll das Bewusstsein für Fragen und Projekte der Nachhaltigkeit im Kieler Raum erhöhen. Es soll die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträger*innen, Unternehmen und Initiativen stärken. Der Start war bis zur Coronakrise geplant für die Europäische Nachhaltigkeitswoche 2020 an mehreren Standorten in Kiel. die Landeshauptstadt Kiel
Küstenhelden Zukunftsperspektiven von Jugendlichen sind auf der Ostseite Kiels rar. Das will das Projekt „Küstenhelden“ ändern und fängt damit im AWO-Jugendtreff in Dietrichsdorf an. In Workshops lernen Jugendliche, aktiv zu werden und gemeinsam kreative, gemeinschaftliche und sinnstiftende Ideen zu entwickeln. Dazu gib es Reflektionsübungen, Ausflüge in die umliegende Natur und ein digitales Austauschprogramm. die Landeshauptstadt Kiel
Leihladen Kiel Im Schnitt liegen 90 Prozent des Energieverbrauchs einer Bohrmaschine in deren Herstellung. 13 Minuten wird sie im Schnitt gebraucht, bevor sie auf dem Müll landet, sagen die Menschen vom Leihladen Kiel. Sie wollen diese Absurdität und viele ähnliche abschaffen. Gelegentlich benötigte Gegenstände sollen dafür geteilt werden – einer schafft an, viele nutzen. Das soll für Outdoor-Equipment, Elektrogeräte, Spiele und Küchengeräte gelten. Dazu soll es Workshops zu diesem spannenden Thema geben. die Landeshauptstadt Kiel
MeerManege Echte Bewegungen, direkter Austausch, soziales Miteinander: MeerManege e.V. bietet offenen Raum und Netzwerk für Zirkus- und Bewegungskünste in Kiel. Mit Kursen, Workshops und freien Trainingsmöglichkeiten können Mutige Neues ausprobieren, Selbstbewusstsein tanken, Körpergefühl und Geist stärken – und das kulturelle Leben in und um Kiel bereichern. die Landeshauptstadt Kiel
NuHan NuHan will Güter aus Nutzhanf entwickeln, produzieren und vertreiben. Die Nutzhanffaser ist vielseitig, überaus nutzungseffizient und wird umweltfreundlich hergestellt. Ein Produkt ist bereits fast fertig und soll den Rohstoff salon-, zumindest aber erstmal thekenfähig machen: Der NuHan Bierdeckel. die Landeshauptstadt Kiel
RISE - Design Furniture RISE - Design Furniture will Möbel leichter und umweltverträglicher machen und zugleich mit Design und Innovation begeistern. Der Hauptwerkstoff ist eine biologisch abbaubare und leichte Spanplatte aus Nutzhanf. Hanf wächst schnell, ist regional verfügbar, hat eine hervorragende Ökobilanz inklusive Kompostierbarkeit und bringt den Klebstoff gleich mit. Davon profitieren Wälder, Städte und Gemeinden, Verbraucher*innen, Landwirtschaft und Abfallbetriebe. Pro zehn verkaufte Möbelstücke wird ein Baum gepflanzt. die Landeshauptstadt Kiel
Sun L'Ocean Sonnencremes verschmutzen die Meere. Damit sich das ändert, informiert das 15-köpfige Projekt „Sun L'Ocean“ in Workshops über problematische Bestandteile wie chemische UV-Filter und Mineralölbestandteile. Noch besser: Jede*r kann dabei selbst eine regionale, umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche Sonnencreme herstellen. die Landeshauptstadt Kiel
Umweltzen Umweltzen will den Natur- und Umweltschutz in Schleswig-Holstein stärken. Dazu organisiert das Projekt mehrtägige Workcamps und bringt so tatkräftige Menschen mit Naturschutzvereinen zusammen. Professionell eingeführt geht es gleich ans Bäumempflanzen, Stegebauen und Moorewiedervernässen. Umweltzen stellt den Rahmen für Engagement in der Natur. die Landeshauptstadt Kiel
änkerchief Baumwollrotzfahnen im Tischdecken-Style haben gegenüber Einweg-Papiertaschentüchern gerade in Zeiten von Corona einen sehr schlechten Stand. Das Projekt änkerchief will das mit liebevoll gestalteten, waschbaren Taschentüchern aus recycelter Kleidung ändern. die Landesregierung Schleswig-Holstein
SilvaMare Mit übermäßigem Verbrauch und Ausbeutung natürlicher Ressourcen macht der Mensch die Ökosysteme kaputt. Für SilvaMare liegt der Schlüssel dagegen in Umwelterziehung und Umweltbildung: Wie funktionieren Ökosysteme, wie ist ihre Rolle im menschlichen Leben? Dazu planen sie an der Kieler Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule Vorträge, Workshops und wöchentliche Herausforderungen zu den Hauptthemen Meeresverschmutzung durch Kunststoffe und Entwaldung von Regenwäldern. die Landesregierung Schleswig-Holstein
HannoVAWT Für die beiden Jungs von HannoVAWT ist Wind die grüne Stromquelle für private Haushalte und Unternehmen in bebauten Gebieten. Ihre Idee: eine optimierte vertikale Windturbine, die wenig Raum benötigt, leise und zudem toleranter gegenüber Schwankungen in der Windstärke ist – alles besser als bei klassischen Windkraftanlagen. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Klimawald Höxter Der Klimawandel sorgt durch Hitzeperioden und Borkenkäferbefall in vielen Fichtenwäldern für große Schäden. Als „Klimawald Höxter“ erproben Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit vielen Unterstützer*innen aus der Region die Lösung: ein robuster und lernfähiger (sprich „klimaresilienter“) Mischwald. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Nakt® Oft ist Umweltschutz und Ressourcenschonung schwer, weil Alternativen fehlen. Textile Materialien etwa müssten bei steigenden Ansprüchen an die Nachhaltigkeit gleiche – oder ebenfalls steigende – Anforderungen erfüllen. Das Projekt Nakt® will diesen Knoten zerschlagen und hat aus natürlichen Rohstoffen eine Mikrofaser entwickelt, die synthetische Mikrofasern ersetzen kann. Ihr Pilotprojekt ist ein Abschminktuch, das wiederverwendbar, waschbar, kompostierbar und recycelbar ist. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Pina Der Druck der Verbraucher*innen ist für Viet Le und Florian Fincke aus München der wichtigste Motor, um Wirtschaft und Politik im Angesicht des Klimawandels zum (W)Handeln zu bewegen. Ihr digitaler Begleiter Pina soll bei der fleischlosen Ernährung das gewissenhafte und nachhaltige Konsumieren maßgeblich erleichtern. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
TreeSense Auch Bäume haben Durst, also Trockenstress. Über eine kostengünstige aber clevere elektrische Impedanzmessung können TreeSense den Durst von Bäumen per Ferndiagnose bestimmen. So kann die Landwirtin den tatsächlichen Wasserbedarf ihres Anbaus feststellen und steuern. Noch besser: Es funktioniert auch als Frühwarner bei Waldbrandgefahr. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
LEIHOTHEK Deutschland Ein Haushalt besitzt etwa 10.000 zum Teil geld- und platzraubende Gegenstände – von denen nur 20 Prozent im Einsatz sind. Die LEIHOTHEK bietet als Sharing-Plattform episodische, dennoch unerlässliche Alltagsgegenstände zum Verleih an. Die Nutzer*innen sparen Geld, Platz und Logistik, erhöhen die Lebensqualität, schonen Ressourcen & Umwelt. Die LEIHOTHEK bietet Herstellern im Umkehrschluss einen neuen Marketingkanal. Abgewickelt wird auch per App und Lastenrad. die Hans Sauer Stiftung
Hintergrund:
Prof. Christoph Corves über das Projekt yooweedoo
 
1. Was ist das Ziel von yooweedoo?
Corves: „Ziel von yooweedoo ist Empowerment für eine nachhaltige Entwicklung. Wir denken, dass alle Menschen lernen sollten, wie sie die Welt mit eigenen Projekten verändern können. Wir wollen Menschen die Erfahrung ermöglichen, dass Sie die Welt mit eigenen Projekten verändern können.“
 
2. Was macht yooweedoo?
„yooweedoo unterstützt Menschen bei der Gründung von nachhaltigen und sozialunternehmerischen Projekten, Organisationen und Startups.
 
Das yooweedoo Lernprogramm zeigt, wie man ein eigenes Changeprojekt Schritt für Schritt professionell plant. Das Programm zeigt, wie man gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Ansätzen lösen kann.
 
An der Universität Kiel bieten wir das yooweedoo-Lernprogramm in Form von Präsenzkursen der School of Sustainability an.
 
Unsere Online-Kurse (www.yooweedoo.org) stellen allen Zukunftsmacher*innen Wissen für Planung und Management nachhaltiger und sozialunternehmerischer Projekte und Startups kostenfrei zur Verfügung.
 
Der yooweedoo-Ideenwettbewerb unterstützt nachhaltige und sozialunternehmerische Projekte und Gründungen mit erstem Startkapital.
 
Die yooweedoo Community ermöglicht den Austausch mit anderen Zukunftsmacher*innen und bietet ihnen Inspiration und Informationen für die Planung und Durchführung ihrer Vorhaben.
 
Das Changecoach Programm ermöglicht erfahrenen Zukunftsmacher*innen eine Ausbildung zum Changecoach, damit sie junge Zukunftsmacher*innen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer Projekte beraten können.
 
Das Changeleader Programm hilft Hochschulen, eigene Lernprogramme für Zukunftsmacher*innen aufzubauen. Dazu können sie unsere Online-Kurse kostenfrei nutzen.
 
Das yooweedoo Changelab in Kiel ist ein Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungszentrum für Menschen, die in Schleswig-Holstein nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projekte und Startups gründen wollen.“
 
3. Welche Reichweite und Wirkungen hat yooweedoo?
„An der Universität Kiel nehmen pro Jahr 100 Studierende an unseren Kursen zur Planung und Umsetzung von Changeprojekten teil. In unsere Online-Lernangebote schreiben sich pro Jahr circa 1.000 Menschen ein.
 
Im yooweedoo-Ideenwettbewerb bewerben sich pro Jahr circa 80 Projekte. Pro Jahr werden 25 bis 35 Projekte mit jeweils bis zu 2.000 Euro pro Projekt gefördert. An der Umsetzung dieser Projekte wirken pro Jahr rund  200 Menschen mit. Jedes dieser Projekte erzielt einen eigenen gesellschaftlichen Mehrwert. Viele dieser Projekte erzielen eine große Reichweite.
 
20 bis 30 Prozent der im Rahmen des yooweedoo-Lernprogramms entwickelten und im yooweedoo-Ideenwettbewerb geförderten Projekte gründen einen Verein oder ein Unternehmen, oft in der gemeinnützigen Form.“
 
4. Wie ist yooweedoo entstanden?
„Seit seiner Gründung an der Universität Kiel im Jahr 2010 ist yooweedoo sehr schnell über die Grenzen Kiels und Schleswig-Holsteins hinausgewachsen. Mit Unterstützung durch den Stifterverband, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Land Schleswig-Holstein, die Landeshauptstadt Kiel und eine Vielzahl weiterer Partner wird yooweedoo seit 2013 als bundesweites Programm für Studierende an allen deutschen Hochschulen angeboten. Mit Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt können sich seit 2016 alle deutschen Bürger*innen im Ideenwettbewerb mit Projekten beteiligen, die zum Schutz der Umwelt beitragen.“
Bildquelle: privat

Datum der Veröffentlichung: 31.03.2020
Beitragsverfasser: Landeshauptstadt Kiel, Pressereferat; Pressesprecherin Kerstin Graupner
Weblink: http://www.kiel.de

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