Junger Rat Kiel begrüßt den Entwurf des Bildungsministeriums

Schleswig-Holstein, Kiel, Kiel

Der 3. Junge Rat Kiel, der sich im Dezember letzten Jahres konstituierte, bezieht angesichts der jüngsten Debatte zu den Abitur- und Abschlussprüfungen den Standpunkt, die Prüfungen unter den richtigen Bedingungen stattfinden zu lassen und schließt somit die Alternative eines Durchschnittsabiturs aus. Ob die aktuellen Prüftermine für Schülerinnen und Schüler machbar sind, stellt der Junge Rat allerdings in Frage.

 „Die Abitur- und Abschlussprüfungen sollten stattfinden, da ein neues Modell des Abiturs sich wahrscheinlich sowohl negativ auf die internationale Anerkennung als auch auf die nationale Vergleichbarkeit des Abschlusses auswirkt. Dennoch muss berücksichtigt werden, dass Schülerinnen und Schüler sich derzeit in einer Ausnahmesituation befinden und wir dem ebenfalls gerecht werden müssen, beispielsweise mittels einer Verschiebung der Prüfung. Es muss über eine Entlastung – nicht über Belastung gesprochen werden, wie es im aktuellen Entwurf seitens des Bildungsministeriums vorgesehen wird“, erklärt Emma Louisa Döhler, Vorsitzende des Jungen Rats, die dieses Jahr ebenfalls ihr Abitur anstrebt. 

Florian Bieder, Mitglied des Jungen Rats Kiel, ergänzt: „Sowohl die Absage der Abiturprüfungen als auch das Modell eines Durchschnittsabiturs darf nicht die Lösung sein. Die Abiturnote sollte sich nicht ausschließlich aus dem Durchschnitt der einzureichenden Zeugnisnoten der Qualifikationsphase definieren. Stattdessen braucht es eine Lösung, die nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig gerecht für alle Schülerinnen und Schüler ist.“

Kontakt:

  • Emma Louisa Döhler, Junger Rat (jungerrat@kiel.de)
  • Anne Kolling; Geschäftsführung Kinder- und Jugendbeirat der Landeshauptstadt Kiel,
    anne.kolling@kiel.de / Telefon 901-4941

Datum der Veröffentlichung: 14.04.2020
Beitragsverfasser: Anne Kolling; Geschäftsführung Kinder- und Jugendbeirat der Landeshauptstadt Kiel
Weblink: http://www.kiel.de