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Wärmenetz von Bürgern für Bürger: Das Energieprojekt „Energie für Berge“
Das neue Wärmenetz „Energie für Berge“ zeigt, wie Energiewende im ländlichen Raum gelingen kann: gemeinsam, nachhaltig und bezahlbar. Bürger gestalten das zukunftsweisende Projekt aktiv mit – für klimafreundliche Wärme, mehr Versorgungssicherheit und stabile Energiepreise.
03.12.2025

© tol-foto-max-wiesenbach
Die Gemeinde Berge in der Samtgemeinde Fürstenau geht einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Zukunft. Mit dem Projekt „Energie für Berge“ (EfB) entsteht ein innovatives Fernwärmenetz, das zugleich ökologisch, wirtschaftlich und bürgernah ist. Es ist ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis – eines, das zeigt, wie erfolgreiche Energiewende lokal funktionieren kann.
Ein Wärmenetz, das aus der Gemeinschaft entsteht
Was dieses Projekt besonders macht, ist seine Entstehung:
Das Wärmenetz wird von Bürgern für Bürger aufgebaut. Die lokale Bevölkerung ist nicht nur Nutzer, sondern aktiver Teil der Energiezukunft. Dadurch entstehen Transparenz, Mitbestimmung und eine starke Identifikation mit dem Projekt.
Am 15. November 2023 hat der Gemeinderat Berge den Beschluss gefasst, das kommunale Fernwärmenetz aufzubauen. Die Umsetzung übernimmt die EfB – Energie für Berge GmbH & Co. KG. Ziel ist, möglichst viele Haushalte im erweiterten Ortskern klimafreundlich anzubinden.
Der aktuelle Stand der Umsetzung
Seit Anfang 2025 laufen umfassende Kartierungsarbeiten, die das künftige Leitungsnetz exakt planen. Diese sollen bis Februar 2026 abgeschlossen sein. Parallel finden Gespräche mit Genehmigungsbehörden statt.
Der Ausblick ist positiv: Das Wärmenetz wird Realität – und Berge wird damit zur Modellregion für nachhaltige Wärmeversorgung im ländlichen Raum.
Wie funktioniert das Wärmenetz?
Die technische Idee ist einfach und bewährt:
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Ein zentrales Heizkraftwerk erzeugt Wärme.
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Diese wird über ein gut isoliertes Rohrsystem verteilt.
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In den angeschlossenen Gebäuden übernimmt eine Übergabestation die Wärmeübertragung auf das hausinterne Heizsystem.
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Warmwasser und Heizung werden vollständig über die Fernwärme abgedeckt.
Für Haushalte entfällt damit die Notwendigkeit einer eigenen Heizungsanlage.
Vorteile für Bürgerinnen und Bürger
1. Planbare und erschwingliche Energiekosten
Die EfB garantiert zehn Jahre Preisstabilität, was enorme Planungssicherheit schafft. Gerade angesichts volatiler Energiepreise ist das ein starker Vorteil.
2. Hohe Versorgungssicherheit
Das Wärmenetz wird so ausgelegt, dass mehrere Erzeugungsanlagen einander absichern. Ausfälle bleiben dadurch ohne größere Auswirkungen.
3. Klimafreundliche Energie für alle
Das Projekt reduziert CO₂-Emissionen deutlich und bringt Berge näher an die kommunalen Klimaschutzziele heran. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nutzung regenerativer Energiequellen und effizienter Technik.
4. Geringer Aufwand und Komfortgewinn
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Keine eigene Heizungsanlage mehr nötig
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Keine Wartung, keine Reparaturen, kein Austausch
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Deutlich reduzierte Investitionskosten
5. Attraktive Fördermöglichkeiten
Der extrem niedrige Primärenergiefaktor von 0,22 erleichtert die Bewilligung staatlicher Zuschüsse für Gebäudemodernisierung.
Ein Projekt mit Strahlkraft über Berge hinaus
Schon jetzt denkt die Gemeinde weiter. Die Idee eines „Energieparks Berge-Süd“ zeigt, wie entschlossen die Region ist, langfristig klimaneutral zu handeln. Berge übernimmt Verantwortung – für heute und die kommenden Generationen.
Wie Bürger sich beteiligen können
Für die endgültige Umsetzung ist eine hohe Anschlussquote entscheidend. Bürgerinnen und Bürger können deshalb schon jetzt unverbindlich ihr Interesse anmelden – über:
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Informationsveranstaltungen
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persönliche Gespräche
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die Projektwebseite www.energie-fuer-berge.de
Das Wärmenetz ist nicht nur ein technisches Großprojekt. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.
Weitere Informationen über die Samtgemeinde Fürstenau erhalten Sie in der aktuellen Bürgerinfobroschüre.
Beitragsverfasser:
EA
Niedersachsen, Osnabrück, Fürstenau







