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Zwischen Tradition und Natur – Bestattungsformen in Kassel
Von der klassischen Erd- oder Feuerbestattung bis zu Friedpark, Baumgrab und Ruhewald: In Kassel gibt es unterschiedliche Wege für einen persönlichen Abschied. Der Trauerratgeber stellt die Möglichkeiten vor.
21.09.2026

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Abschied nehmen auf persönliche Weise
Wie ein Mensch bestattet werden möchte, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Neben traditionellen Formen des Abschieds gewinnen auch naturnahe und pflegeleichte Grabarten an Bedeutung. Der Trauerratgeber der Stadt Kassel zeigt, welche Möglichkeiten auf den Kasseler Friedhöfen bestehen und worüber sich Angehörige oder Menschen im Rahmen ihrer eigenen Vorsorge Gedanken machen können.
Erdbestattung und Feuerbestattung
Grundsätzlich wird zwischen Erd- und Feuerbestattung unterschieden. Bei einer Erdbestattung findet die Trauerfeier in der Regel in der Kapelle oder Trauerhalle des jeweiligen Friedhofs statt. Sie kann kirchlich oder mit einer weltlichen Trauerrede gestaltet werden. Anschließend begleitet die Trauergemeinde den Sarg zur Grabstätte.
Bei einer Feuerbestattung wird die verstorbene Person eingeäschert. Die Trauerfeier kann bereits vor der Einäscherung mit dem Sarg oder später im Rahmen einer Urnenfeier stattfinden. Anschließend wird die Urne auf dem Friedhof beigesetzt. Dadurch bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, den Ablauf an die Wünsche der verstorbenen Person und der Angehörigen anzupassen.
Viele Grabarten auf den Kasseler Friedhöfen
Innerhalb der Erd- und Feuerbestattung stehen unterschiedliche Grabarten zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Reihen- und Wahlgräber für Erd- und Urnenbestattungen. Daneben bieten die Kasseler Friedhöfe weitere Möglichkeiten wie Urnengemeinschaftsgräber, Urnenkulturgräber, Rasengrabstätten sowie verschiedene naturnahe Grabformen.
Welche Grabart angeboten wird, hängt vom jeweiligen Friedhof ab. Der Hauptfriedhof und die verschiedenen Stadtteilfriedhöfe verfügen dabei über unterschiedliche Angebote.
Friedparkgräber: naturnah und pflegeleicht
Eine besondere Möglichkeit sind die Friedparkgräber. Dabei handelt es sich um Grabstätten für Erd- oder Urnenbestattungen, die in parkähnlich gestaltete Bereiche eingebunden sind. Sie können bereits zu Lebzeiten ausgewählt und erworben werden.
Für Angehörige ist diese Grabform auch deshalb interessant, weil die Pflege bereits berücksichtigt ist. Zusätzliche Arbeiten für Grabgestaltung, Pflege oder Rasenschnitt müssen von den Hinterbliebenen nicht übernommen werden. Friedparkgräber gibt es unter anderem auf dem Hauptfriedhof sowie auf den Friedhöfen Niederzwehren, Wahlershausen, Harleshausen, Wehlheiden und auf dem Westfriedhof.
Baumgräber und Ruhewald in Kassel
Wer sich eine besonders naturnahe Ruhestätte wünscht, findet in Kassel weitere Möglichkeiten. Baumgräber werden auf dem Hauptfriedhof und auf dem Friedhof Wehlheiden angeboten. Die Urnengräber liegen in Bereichen mit waldähnlicher Atmosphäre unter Baumarealen. Um den natürlichen Charakter zu erhalten, sind dort eigene Bepflanzungen, Grabmale oder persönlicher Grabschmuck nicht vorgesehen.
Auf dem Hauptfriedhof befindet sich außerdem der Ruhewald-Hauptfriedhof. Die Grabstätten liegen unter alten Bäumen und sind in die vorhandene Parklandschaft eingebunden. Dort sind sowohl Urnen- als auch Erdbestattungen möglich. Die Pflege des unmittelbaren Grabumfelds ist bereits Bestandteil dieser Grabform.
Frühzeitig über Wünsche sprechen
Ob klassisches Grab, Friedpark oder naturnahe Ruhestätte: Die unterschiedlichen Möglichkeiten zeigen, wie individuell ein Abschied heute gestaltet werden kann. Hilfreich kann es sein, bereits zu Lebzeiten mit Angehörigen über die eigenen Vorstellungen zu sprechen. Das schafft Klarheit und kann Hinterbliebene später bei schwierigen Entscheidungen entlasten.
Weitere Informationen zu den Bestattungs- und Grabarten sowie zu den einzelnen Kasseler Friedhöfen bietet der Trauerratgeber der Stadt Kassel.
Beitragsverfasser:
EA
Hessen, Kassel, Kassel







