Elternratgeber Stadt Bielefeld

33 Kinder- und Jugendpsychiatrie Die Kinder- und Jugendpsychiatrie beschäftigt sich mit den Ent- wicklungsauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter, die keine körperliche Ursache haben. Hierbei ist es von großer Bedeutung, möglichst kindgerecht und abwechslungsreich vorzugehen, damit die Motivation der kleinen Patienten gefördert wird. Im diagnostischen Bereich stehen unterschiedliche Tests (z. B. zur Untersuchung der schulischen Leistungsfähigkeit, des Lesens, Schreibens und Rechnens, der Motorik, der Wahrnehmungsver- arbeitung) zur Verfügung, die vomKinder- und Jugendpsychiater unter besonderer Berücksichtigung des kindlichen Entwicklungs- standes bewertet werden. In der Therapie werden oft Bewegungs-, Lehr- und Rollenspiele angeboten. Auch Bastelarbeiten wie Töpfern oder das Arbeiten mit Holz können hilfreich sein und zugleich die Beweglichkeit und Geschicklichkeit der Kinder fördern. Viele Kinder- und Jugend- psychiater arbeiten in ihren Praxen im Team mit Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeitern zusammen, sodass die Probleme des Kindes aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden können. In jeder Phase der Diagnostik und Therapie findet eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern statt. Ergotherapie Für Kinder mit Entwicklungsstörungen empfiehlt sich der Besuch bei einem Ergotherapeuten. Dort bekommen Kinder, die motorisch noch nicht altersgemäß entwickelt sind sowie Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen oder Ängste haben, professionelle Unterstützung. Die Ergotherapie versucht, die Verhaltensauffälligkeitenmittels Beschäftigungsmaßnahmen aus demAlltag und einer Beratung des Umfelds positiv zu beein- flussen. In Einzel- oder Gruppensitzungen setzt sich das Kindmit verschiedenen Techniken, Materialien oder Geräten auseinander und verbessert so die geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Im Laufe der Therapie sollen Selbstbewusstsein und Körpergefühl gefördert werden, um zur selbstständigen Handlungsweise zu führen. Buchtipp „Nick unddie Ergotherapie“: DieGeschichte vonNick erzählt von seinem ersten Besuch beim Ergotherapeuten und nimmt damit den kleinen Patienten die Angst. Was ist ein Logopäde? Logopädie ist ein Therapiebereich, der sich mit Beeinträchti- gungen in der Kommunikationsfähigkeit beschäftigt. Gerade bei der Sprachentwicklung können Probleme auftreten. In diesen Fällen ist ein/e Logopäde/Logopädin der richtige Ansprechpart- ner. Wenden Sie sich an ihn, wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind undeutlich, wenig und ungern spricht oder bestimmte Laute nicht bilden kann. Je früher man Sprachstörungen diagnostiziert, umso besser sind die Heilungschancen. Mit der richtigen Förderung und Behand- lung einer Sprachstörung erleichtern Sie Ihrem Kind den Schul­ alltagungemeinund schaffendieGrundlage dafür, dass es später eine ganz normale Schullaufbahn durchlaufen kann. © lu-photo – Fotolia © www.photl.com BEHANDLUNG VON KINDERN UND ERWACHSENEN BEI: Sprech- und Sprachstörungen Myofunktionellen Störungen Zentral auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (ZAVWS) Lese- und Rechtschreibstörungen infolge ZAVWS Stimmstörungen kindlicher Dyspraxie (TAKTKIN®) Neurogenen Schluckstörungen (F.O.T.T.) Poltern TERMINE NACH VEREINBARUNG: Westerfeldstr. 8 (über d. Volksbank) | 33611 Bielefeld-Schildesche Tel.: 05 21-40 07 68 82 | weitere Infos unte r: www.logoteam-bielefeld.de GmbH

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