Informationsbroschüre Stadt Burglengenfeld

52 KULTUR & FREIZEIT Katholische Pfarrkirche St. Vitus Nach dem Bau im Jahr 1315 wurde die Katholische Pfarrkirche St. Vitus kontinuierlich aus- und umgebaut. Herzog Philipp stiftete der Kirche im Jahr 1537 drei Glocken, die noch im Dienst stehen. Nach der Reformation wurde St. Vitus von 1542 bis 1617 als evangelische Pfarrkirche genutzt. Im Jahr 1891 begannen die Erhöhung des Kirchturmes und der Bau des neuromanischen Portals. 1938 entstand auf Initiative von Pfarrer Josef Graf ein Choranbau mit Kuppel. Besonders beeindruckend sind die restaurierten Deckengemälde aus dem Jahr 1748 und das Rotmarmorepitaph aus dem Jahr 1541. Katholische Pfarrkirche St. Josef Die Pfarrkirche St. Josef wurde 1979 fertiggestellt. Äußerlich erinnert das Gebäude mit dem frei stehenden Glockenturm kaum mehr an ein traditionelles bayerisches Gotteshaus. Es war durchaus die Absicht des gebürtigen Regensburger Architekten Prof. Franz Kießling, hier etwas aufsehenerregend Neues zu schaffen. Pfarrzentrum und Kirche St. Josef sind nahezu gänzlich aus Holz, Glas und Stahl erbaut. Das Gotteshaus ist mehrfach preisgekrönt. Schon kurz nach der Fertigstellung gab es zahlreiche ehrenvolle Preise, etwa 1981 den Preis des Bundes Deutscher Architekten, 1982 den Deutschen Holzpreis und 1983 den Deutschen Architekturpreis. 1984 schließlich erhielt die Kirche als Sieger unter 114 Bewerbern einen weltweit hoch angesehenen, nach Mies van der Rohe benannten Preis. Evangelische Christus-Kirche Die evangelische Christuskirche gehörte einst zum Kapuzinerkloster in Burglengenfeld, das Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Mönche betrieben ab 1765 eine eigene Klosterbrauerei mit Schenke, die heute noch erhaltene „Klosterschenke“. Das Kloster wurde profaniert und als Lagerhaus, Feuerwehrgerätehaus, Mädchenschule und Brillenfabrik genutzt. Auf dem Gelände entstand 1993 das städtische Parkhaus. 1959 wurde aus der Klosterkirche die Christuskirche der evangelischen Gemeinde. St.-Anna-Kapelle „Auf der Wieden“ am rechten Naabufer stand bis ins 16. Jahrhundert die Burglengenfelder Urpfarrei St. Georg. 1802 wurde die Georgskirche als „entbehrlich“ eingestuft und 1815 schließlich abgerissen. Nur die St.-Anna-Kapelle auf dem heutigen Friedhofsgelände blieb stehen. In dem einfachen gotischen Kapellenbau sind zahlreiche Epitaphien und Grabsteine des 16. bis 19. Jahrhunderts eingefügt, vor allem für pfalz-neuburgische Räte und Landrichter sowie katholische und evangelische Geistliche. Katholische Pfarrkirche St. Vitus St.-Anna-Kapelle Katholische Pfarrkirche St. Josef

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