Ausbildung Gesundheitswesen - Landkreis Börde

27 Checkliste: Was darf im Ausbildungsvertrag nicht fehlen? Folgende Punkte müssen laut Berufsbildungsgesetz (§ 11 BBiG) und gängiger Praxis zwingend im Ausbildungsvertrag enthalten sein: Zusätzliche wichtige Hinweise: Was zukünftige Azubis wissen müssen: Name und Anschrift des Ausbildungsbetriebs Name und Anschrift des/der Auszubildenden (bei Minderjährigen auch die gesetzlichen Vertreter) Ausbildungsberuf sowie Art, sachliche und zeitliche Gliederung und Ziel der Berufsausbildung (inkl. Ausbildungsplan) Beginn und Dauer der Berufsausbildung Ausbildungsort(e) und ggf. Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit Dauer der Probezeit (mindestens 1, maximal 4 Monate) Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung (pro Ausbildungsjahr) Dauer des Urlaubs (Urlaubstage pro Jahr) Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen der Vertrag gekündigt werden kann Hinweise auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen Vergütung oder Ausgleich von Überstunden (seit 2022 verpflichtend) Unterschriften beider Vertragsparteien (bei Minderjährigen zusätzlich der gesetzlichen Vertreter) Der Ausbildungsvertrag muss schriftlich abgeschlossen werden – eine elektronische Form ist nicht zulässig. Nach der Unterschrift erhalten beide Parteien ein Exemplar des Vertrags. Ein Ausbildungsplan mit den zu vermittelnden Inhalten muss beigefügt werden. Bei minderjährigen Azubis ist eine ärztliche Erstuntersuchung nachzuweisen (Jugendarbeitsschutzgesetz). Änderungen am Vertrag müssen der zuständigen Kammer (z. B. IHK, HWK) gemeldet werden. Lies den Vertrag vor der Unterschrift sorgfältig durch und frage bei Unklarheiten nach. Prüfe, ob alle oben genannten Punkte enthalten sind. Du bist nicht verpflichtet, nach der Ausbildung im Betrieb zu bleiben oder auf deinen Beruf zu verzichten – solche Klauseln sind unwirksam. Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis ohne Frist gekündigt werden. Der Vertrag regelt deine Rechte (z. B. Vergütung, Urlaub) und Pflichten (z. B. Lernpflicht, Schweigepflicht). Du hast Anspruch auf einen schriftlichen Ausbildungsnachweis (Berichtsheft). Bei Problemen kannst du dich an die zuständige Kammer oder Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden. Mit dieser Checkliste bist du gut vorbereitet, um deinen Ausbildungsvertrag zu prüfen und sicher in die Ausbildung zu starten.

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