17 Holzprofilen, da Aluminiumfenster wegen der Umweltbelastung bei der Herstellung problematisch sind und PVC-Fenster Chlor und Schwermetalle enthalten. Sie belasten die Umwelt sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Entsorgung. Einen vertretbaren Kompromiss stellen Fenster mit Aluminium-Holzprofilen dar. Glas Glas – ebenfalls ein reines Naturprodukt – ist zu einem der dominierenden Baustoffe geworden. Die Verwendung von Wärmeschutzglas mit einem geringen U-Wert ist Bedingung. Je höher der Glasanteil an der Fassadenfläche ist, desto größer ist auch der Gewinn an Licht, Sonne und Sonnenwärme für alle zum Süden orientierten Räume. Dadurch eröffnet sich eine neue Dimension des Wohnens mit der Behaglichkeit, gesteigertem Wohlbefinden und höherer Lebensqualität. Wo sich die Öffnung der Südfassade baulich nicht durchsetzen lässt, empfiehlt sich der Anbau eines Wintergartens. Durch die natürliche Heizkraft der Sonne kann man mit diesem „Puffer“ Heizkosten sparen. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass es sich um keinen beheizten Wintergarten handelt. Ein beheizter Wintergarten wird eher mehr Energie verbrauchen als ein gemauerter Raum. Moderne Wärmeschutzverglasungen bestehen aus drei Scheiben. Die Zwischenräume sind mit Edelgas gefüllt. Das Glas ist zusätzlich unsichtbar beschichtet, um die langwellige Wärmestrahlung im Haus zu halten. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist der U-Wert. Je niedriger er ist, desto weniger Wärme geht verloren. Details sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) geregelt, die vom Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst werden soll. Wärmedämmung – Dach Bei Dachumbauten und Erneuerung von Bauteilen sieht die Energieeinsparverordnung genaue U-Werte (Wärmedurchgangswerte) vor. Bei einer Dämmung ist darauf zu achten, dass sich die Feuchtigkeit der Raumluft später nicht in Dach und Wänden niederschlägt, da dies die Dämmung beeinträchtigt und die Bauteile beschädigt. Die Dämmkonstruktion muss so aufgebaut sein, dass sie den Transport der Feuchtigkeit erlaubt, oder es muss an der Innenseite des Raums eine dampfsperrende oder -bremsende Schicht angebracht werden. Beim Dachausbau bietet es sich aus bautechnischer und -biologischer Sicht an, Naturdämmstoffe zu verwenden. Es stehen handelsübliche Dämmstoffe, aber auch Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Wolle, Flachs, Hanf oder Zellulose zur Verfügung. Wärmedämmung – Haus Bei der Wärmedämmung des Hauses gibt es verschiedene Methoden: Bei Neubauten kann bereits durch die Verwendung von monolythischem Mauerwerk eine hohe Wärmedämmung erzielt werden. Dabei erhalten die Mauersteine durch entsprechende Isoliermaterialien in den Hohlräumen bereits einen hohen Dämmwert. Eine gut eingeführte Technik ist die Fassadenverkleidung. Grundlage ist eine Unterkonstruktion, die an der Wand montiert wird. Das Dämmmaterial in Matten oder Platten wird zwischen die Grundlatten eingebaut. Auf die Grundlatten werden Konterlatten montiert, an denen die Fassade aus Metallbahnen (Kupfer oder Aluminium), Holz oder anderen Werkstoffen aufgehängt wird. Für ein paar Zentimeter Luft zwischen Fassade und Dämmung sorgt die Konterlattung. Daher spricht man von einer „vorgehängten und hinterlüfteten Fassade“. Die Luftschicht sorgt ihrerseits für einen Dämmeffekt. Beim Wärmedämmverbundsystem werden Dämmplatten an der Außenwand befestigt und überputzt. Ein Armierungsgewebe, das Risse im Putz verhindern soll, wird in die erste Putzschicht eingebettet. Als Schluss wird der Oberputz aufgetragen. Bei der Wahl des Dämmmaterials stehen Dämmmatten aus Mineralfasern wie Glas- oder Steinwolle und Dämmplatten aus Kunststoffen, wie Polystyrol-Hartschaum, zur Verfügung. Zudem gibt es noch Dämmmaterial aus natürlichen Rohstoffen wie Platten und Matten aus Kork, Hanf, Kokosfaser oder Schilf, sowie Holzfaserplatten. 5.8 Energiesparendes Bauen Derzeit werden in einem Einfamilienhaus 80 % des Gesamtenergiebedarfs für die Heizung benötigt. Sparmaßnahmen in diesem Bereich sind daher besonders effektiv. Hauptursache der schlechten Energieausbeute und damit einer erhöhten Umweltbelastung ist der geringe Wirkungsgrad veralteter Heizkessel. Erhebliche Wärmemengen verlassen das Haus ungenutzt über den Schornstein. Diese Abgasverluste können durch moderne Heizkessel beträchtlich verringert werden. Damit mindern sich auch Schadstoffe wie Schwefel- und Kohlendioxid. Die Kohlendioxidproduktion ist Hauptverursacher des Treibhauseffektes! Nicht zuletzt spart eine umweltfreundliche Feuerungsanlage unmittelbar auch Öl oder Gas und damit Geld. In der Vergangenheit hat man die Heizung aus Sicherheitsgründen gerne eine Nummer zu groß gewählt, damit es auch im kältesten Winter noch ausreichend warm würde. Dieses „Darf es ein bisschen mehr sein?“ ist für den Heizungsbauer heute keine Frage mehr. Es muss die richtige Heizung sein, berechnet nach dem tatsächlichen Wärmebedarf der jeweiligen
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