Titelbild Älter werden in Marburg
Schriftgröße   A   A   A   Kontrast   +  

VORWORT

VORWORT - Dr. Thomas Spies Oberbürgermeister

Liebe Seniorinnen und Senioren in der Universitätsstadt Marburg, liebe Angehörige,

mit der 6. Auflage des Seniorenwegweisers möchten wir Ihnen eine aktuelle Informationsbroschüre an die Hand geben, die Sie auf Ihrem Weg durch die vielfältigen Angebote für gutes Leben im Alter begleitet.

Das Beratungszentrummit integriertemPflegestützpunkt (BiP) bietet Information und Beratung rund ums Altern, Hilfe und Pflege, Wohnen und Betreuung sowie Engagement. Sie finden dort das Pflegebüro/Fachstelle für Wohnberatung, die Altenhilfe mit der Geschäftsstelle des Seniorenbeirats und die Altenplanung der Universitätsstadt Marburg. Des Weiteren beraten Sie der Pflegestützpunkt des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die Alzheimer-Gesellschaft Marburg-Biedenkopf e. V., die Freiwilligenagentur Marburg- Biedenkopf e. V. (FAM) sowie der Verein für Selbstbestimmung und Betreuung e. V. (SuB). Auch im Bereich der externen gemeinnützigen Vereine und Initiativen wurde das Beratungsangebot erweitert.

Seit dem 01.01.2017 verändert das Pflegestärkungsgesetz II/III den Pflegealltag von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Helfenden. Der Seniorenwegweiser informiert über den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das veränderte Leistungssystem. Für weiterführende Fragen stehen Ihnen das Pflegebüro der Stadt Marburg sowie der Pflegestützpunkt des Landkreises Marburg- Biedenkopf zur Seite. Zudem entwickeln sich zur Stärkung der ambulanten Pflege besonders im niederschwelligen Bereich und auf dem Gebiet der Tagespflege neue Angebote und Anbietende.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II/III werden insbesondere Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen intensiver unterstützt. Auch in der Universitätsstadt Marburg wird diesen Neuerungen Rechnung getragen. Mit der im Oktober 2015 fertiggestellten ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz haben 9 Bewohnerinnen und Bewohner ein neues Zuhause in einer familienähnlichen Gemeinschaft gefunden. Zudem hat die Stadt Marburg auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Kommune seit September 2016 die Trägerschaft für die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz inne. Aufklärung und Information über die Anliegen von Menschen mit Demenz sowie dazu, was jeder und jede Einzelne zu einer demenzfreundlichen Stadt Marburg beitragen kann, werden so gefördert.

Im Rahmen des weiteren Aus- und Aufbaus der Quartiersarbeit in den Stadtteilen bieten Nachbarschafts- und Beteiligungsprojekte vielfältige Angebote für Begegnung und Freizeitgestaltung bis hin zur organisierten Nachbarschaftshilfe. Für die demokratische Teilhabe älterer Menschen setzt sich seit 20 Jahren der Seniorenbeirat ein. Wie reichhaltig Engagementmöglichkeiten und Programme im Bereich Kultur, Bildung, Sport und Freizeit der Stadtteilinitiativen sind, können Sie ebenfalls in unserer Informationsbroschüre ersehen. Mit einem Ergänzungsbau auf dem bestehenden Gelände des Altenzentrums St. Jakob in der Sudetenstraße 24 wollen wir künftig die Pflege in Wohngruppen und in Top-Qualität ermöglichen, und zwar offen zum Quartier, als Ort der Begegnung und nach dem Prinzip so ambulant wie möglich so stationär wie nötig.

Die Vielfalt des Alter(n)s begreifen wir als Chance, den individuellen Bedürfnissen aller älteren Menschen in der Universitätsstadt Marburg Rechnung zu tragen. Die Universitätsstadt Marburg engagiert sich gemeinsam mit Trägern und Profis, Freiwilligen und Älteren für eine gute Gestaltung des demografischen Wandels.

Ganz herzlich danken möchte ich an dieser Stelle all jenen Freiwilligen in den Stadtteilen, die sich mit großem Einsatz für und mit Älteren engagieren.

Ihr
Dr. Thomas Spies
Oberbürgermeister