Bürger-Informationsbroschüre der Gemeinde Mühlhausen

7 MÜHLHAUSEN ... BEI UNS IM KRAICHGAU DER ORTSTEIL RETTIGHEIM Rettigheim tritt ebenfalls vor gut 1200 Jahren in das Licht der beurkundeten Geschichte und erscheint erstmals 788 im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch als „Radincheim“ bzw. Reddicheim“. Dem Namen nach handelt es sich um eine fränkische Siedlung. Doch auch zuvor haben Menschen ihre Spuren hinterlassen. So gibt es Funde aus der Jungsteinzeit sowie von den Römern und Alemannen. Richtig sesshaft wurden erst die Franken ab dem 6./7. Jahrhundert. Sie wählten für ihre Landwirtschaft und Viehzucht die fruchtbaren Tallandschaften und gründeten dort ihre Dörfer. Die Siedlung am Mansbach wurde vermutlich nach dem Sippenältesten „Radin“ oder „Radinc“ benannt. Denn der erste urkundlich erwähnte Name„Radinheim“ bedeutet nichts anderes als „Heim des Radin(c)“. Die ursprüngliche Siedlung war zwar klein, entwickelte sich aber ab dem 8. Jahrhundert stetig. Dann schweigen die schriftlichen Zeugnisse bis zum Jahre 1161. Kein Geringerer als Kaiser Friedrich Barbarossa ließ eine Urkunde ausstellen, in der er dem Kloster Odenheim Besitzrechte und Güter in„Rethencheim“ bestätigte. Unser Dorf gehörte also schon vor dieser Zeit zum Kloster Odenheim. Durch Kauf, Schenkung oder Verpfändung ging auch der Lorscher Besitz an das Grafengeschlecht derer von Lauffen über. Bischof Bruno von Lauffen (Erzbischof von Trier, 1102 – 1124) übergab den gesamten Besitz an das Kloster Odenheim. Zum Anfang des Jahres 1338 erwarb das Hochstift Speyer die Gerichtsbarkeit, während der Ort weiterhin im Besitz des Klosters Odenheim blieb. Auch als das Benediktinerkloster Odenheim 1494 vom Papst in ein freiadeliges Ritterstift umgewandelt wurde, blieb Rettigheim weiterhin in dessen Besitz. Ortseingang Rettigheim © H+B Pressebild Pfeifer

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