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Warum viele Frauen nicht auf Science-Fiction Filme stehen

Veröffentlicht am: 11.01.2017in Wohnen & Leben, Familievon mediaprint infoverlag / my

Warum viele Frauen nicht auf Science-Fiction Filme stehen

Überall tauchen Begriffe wie Star Wars, Alien, X-Men, Transformers oder Star Trek auf. Kombiniert mit futuristischen Kostümen, Raumschiffen und Robotern erscheinen Sie auf Leinwänden, Bildschirmen, in Romanen oder Magazinen. Bemerkt hat sie jeder schon mal. Doch nur wenige Frauen scheinen sich wirklich dafür zu interessieren. Oder ist das nur ein Vorurteil?


Eine abwechslungsreiche bunte Geschichte soll her, tiefgründige Charaktere, komplizierte und romantische Beziehungen – und anspruchsvoll sollte die Handlung auch sein. Das sind die Kriterien vieler Frauen, die man(n) zu hören bekommt, wenn es über Filme im Allgemeinen geht.


In Science-Fiction Filmen gehe es meistens um eine düstere Zukunft. Die Welt würde sich fast nur zum Schlechten verändern. Ein großer Krieg oder eine Naturkatastrophe hätte die Erde verwüstet oder vollkommen unbewohnbar gemacht. Wenig bis keine Naturbilder, merkwürdige oder gruselige Lebewesen. Mal gehe die menschliche Rasse auf Entdeckungsreise zu fremden Galaxien, mal kämpfe sie ums Überleben.


Aus Diskussionen in Internetforen liest sich heraus, dass die meisten Frauen nicht auf geballte, schier unendliche Actionszenen stehen und technische Spielereien oft für übertrieben oder langweilig halten. Hochentwickelte Spezies aus entfernten Galaxien, die unseren Planeten einnehmen wollen? Das sei doch immer dasselbe. Die Filme würden sich sehr ähneln.


Deshalb kann es schon vorkommen, dass ein Mann sich vor einem Science-Fiction Film im Kino den Kopf darüber zerbricht, ob das Mädchen zwei Reihen vor ihm von ihrem Freund überredet wurde, ob das hübsche Mädchen hinter ihm womöglich eine Wette verloren hat oder ob sich die Teenie-Mädchengruppe vielleicht doch nur im Kinosaal geirrt hat. Nein, es gibt weitaus mehr Gründe: Viele Frauen finden Sci-Fi Filme interessant und lassen sich freiwillig auf spektakuläre Weltraumabenteuer ein – ungeachtet des Alters, des Berufs oder ihrer Hobbies.


Science-Fiction Blockbuster mit starken weiblichen Hauptrollen wie Star Wars - The Force Awakens (2015) oder Rogue One (2016), Die Tribute von Panem (2012 bis 2015) oder Resident Evil (2002 bis 2017) sowie Filme wie Ex Machina (2015) oder Arrival (2016) haben einen erheblichen Beitrag dazu geleistet. Doch im Vergleich zum Männeranteil unter den Sci-Fi Fans machen Frauen immer noch einen Bruchteil aus. Aber die Tendenz ist vielversprechend. Die hohe Anzahl der Frauen, die sich an Halloween oder Fasching als Science-Fiction Figuren verkleiden, macht sich jedes Jahr bemerkbar. Besonders beliebt sind Rey und Prinzessin Leia aus Star Wars, Lieutenant Ohura aus Star Trek oder Katniss aus Tribute von Panem. Sich als weiblichen Droiden oder Außerirdischen zu verkleiden, wird nicht mehr allein den Nerds überlassen.


Die Filmindustrie ist sehr optimistisch und will mit all ihren Geschützen weiter in die Offensive gehen. Ganz risikofrei ist dieser Schritt jedoch nicht: Manche männlichen Science-Fiction Fans befürchten, dass das Genre mit der Zeit zu feminin werden könnte. Noch finden viele Fans Gefallen an den selbstbewussten Actionheldinnen und übertönen die wenigen Kritiker.


Im Jahr 2017 kommen weitere Sci-Fi Filme mit weiblichen Hauptcharakteren in die Kinos, zum Beispiel Ghost In The Shell, Wonder Woman oder Episode 9 der Star Wars Saga. Die Frage, ob Hollywood dieses Genre für das weibliche Geschlecht attraktiver machen kann, bleibt spannend.


Wir wünschen Ihnen jetzt schon viel Spaß bei Ihrem nächsten Kinobesuch!

 

 

 

 

 

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