Bedarf für die Schule

Kinderbekleidung


Mit dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule gewinnt auch das Thema Bekleidung zusätzlich an Bedeutung, da die Selbständigkeit Ihres Kindes immer weiter zunimmt. Es ist wichtig, dass Ihr Kind möglichst früh und schon von weitem im Straßenverkehr gesehen werden kann.

Je auffälliger die Kleidung Ihres Kindes ist, desto eher kann es von anderen Verlehrsteilnehmern wahrgenommen werden.

Verzichten Sie daher insbesondere im Winter auf dunkle Bekleidungsstücke und achten Sie darauf, dass an Jacken und Mäntel reflektierende Streifen oder Aufnäher angebracht sind. Diese Applikationen erhalten Sie in jedem Fachgeschäft. Sie erhöhen deutlich die Sicherheit Ihres Kindes und können ohne Probleme nachträglich angebracht werden.

Allerdings werden Sie dabei feststellen, dass spätestens mit Beginn der Schulzeit Ihr Kind ein eigenes Modebewusstsein entwickelt:

Während Kinder während der Kindergartenzeit zumeist ohne größere Klagen die von ihren Eltern ausgesuchten Kleiderstücke anziehen, werden Sie jetzt bemerken, dass Ihr Kind immer genauere Vorstellungen entwickelt, welche Kleidungsstücke ihm gefallen und welche nicht. Da haben Sie beispielsweise extra warme Fäustlinge für Ihr Kind gekauft. Aber Ihr Kind besteht darauf, entweder gar keine oder die abgetragenen Fingerhandschuhe aus dem Vorjahr zu tragen.

Grundsätzlich ist dieses wachsende Modebewusstsein ein ganz normaler Entwicklungsschritt im Leben Ihres Kindes. Nicht selten kollidieren dabei allerdings die Vorstellungen von Eltern und Kindern.

Auch wenn es schwer fällt: Verzichten Sie darauf, Ihrem Kind Ihren Wllen aufzuzwingen. Denn selbst wenn Ihr Kind beispielsweise nach langen Diskussionen die von Ihnen ausgewählte Mütze aufzieht, Sie können nicht sicher sein, dass Ihr Kind die Mütze auf dem Schulweg nicht in den Schulranzen stopft.

Schließen Sie daher Kompromisse: Akzeptieren Sie beispielsweise den Lieblings-Pulli Ihres Kindes, so ausgewaschen er auch sein mag, wenn Ihr Kind im Gegenzug die Regenstiefel mit Reflektoren akzeptiert.

Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass Ihr Kind ohne Probleme Jacken, Schuhe usw. selbständig an- und ausziehen kann. Falls Ihr Kind beispielsweise noch Probleme hat, eine Schleife zu machen, ist es sinnvoller, Ihrem Kind Slipper oder Schuhe mit Klettverschlüssen zu kaufen.


Der richtige Schulranzen


Endlich kann die erste greifbare Vorbereitung auf die Schule in Angriff genommen werden. Eltern und Großeltern freuen sich darauf, die Schultaschen anzuschaffen. Besonders spannend wird es jetzt für das angehende Schulkind. In manchen Familien wird der Schulranzen zu Ostern verschenkt. Meistens haben die Eltern ihr Kind schon vorher heimlich ausgefragt, welcher Schulranzen ihm am besten gefällt. Damit wird es dann überrascht.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den zukünftigen Schüler gleich mit in den Kauf einzubeziehen. Schon beim Schulranzenkauf kann sich ein Kind dadurch weiter auf die zukünftige Lebenssituation einlassen. Es identifiziert sich dann stärker mit seiner neuen Rolle. Nehmen Sie sich also einen Nachmittag für einen Bummel durch die Fachgeschäfte Zeit. Es gibt Familien, die die Auswahl des „schönsten“ Schulranzens auf mehrere Tage verteilen, da sie gerne in Ruhe Preise und Qualität vergleichen wollen.

Wichtig dabei ist: Der Schulranzen muss sehr viel aushalten. Er wird bei Wind und Wetter getragen, auch einmal in die Ecke geworfen oder zum Spielen zweckentfremdet. Deshalb sollten Sie sich für einen Markenranzen entscheiden. Auch Lehrer bestätigen immer wieder, dass Billigprodukte oft die Grundschulzeit kaum bis zur Mitte überstehen.

Am besten wählen Sie eine Schultasche mit geringem Eigengewicht aus. Als Faustregel dafür gilt: 10 % des Körpergewichtes dürfen nicht überschritten werden (der Inhalt des Ranzens wird dabei mitgerechnet). Schultaschen, die zu schwer sind, und falsche Tragegewohnheiten der Schüler können auf Dauer an der Wirbelsäule schwere Schäden hervorrufen. Deshalb muss auch die Einstellung der Tragegurte regelmäßig kontrolliert werden. Zu kurz eingestellte Gurte können zu einer Rundrückenbildung, zu lang gelassene Gurte zu einer Hohlrückenbildung führen.

Die Einstellung der Tragegurte sollte folgendermaßen sein: Ober- und Unterkante der Schultasche sollten waagrecht verlaufen Die Schultasche sollte mit der Schulterhöhe des Kindes abschließen Sie sollte dicht am Körper getragen werden Der Ranzen sollte auf dem Boden fest aufstehen können Zusatzfächer für das Pausenbrot und die Trinkflasche sind sinnvoll

Und noch ein paar Tipps:

  • Achten Sie nach dem Jahreszeiten- und Jackenwechsel auf eine veränderte Tragegurteinstellung. 
  • Prüfen Sie einmal pro Woche gemeinsam mit Ihrem Kind in der Schultasche nach, ob sich unnötiger Ballast im Ranzen ansammelt, denn auch dieser trägt zu einer unnötigen Belastung Ihres Kindes bei. 
  • Wenn nicht ohnehin schon zahlreich vorhanden, sollte man noch zusätzlich Rückstrahler oder Reflexfolien am Schulranzen anbringen. Man kann die Reflexstreifen in jedem gut sortierten Nähbedarfsladen kaufen. Sie sind selbstklebend und besonders in der Herbst- und Winterzeit enorm wichtig für die Sicherheit Ihres Kindes! Sehr beliebt und von Verbrauchermagazinen mit dem Prädikat „Gut“ ausgezeichnet sind ergonomisch geformte Schulranzen. Solche Schulranzen besitzen eine sich dem Rücken anpassende ergonomisch geformte Rückenschale mit Netzabspannung und Beckenpolsterung. Sie garantieren eine große Armfreiheit und verhindern einen Wärmestau. 
  • Der neue Ranzen und das Mäppchen sollten vor dem Schulanfang nicht zum Spielen benutzt werden. Wie schön ist es, die Schulzeit mit dem nagelneuen Schulzubehör zu beginnen.

 

Der Arbeitsplatz Ihres Kindes


Mit der Schule kommen auch bald die ersten Hausaufgaben. Für die Eltern und vor allem für das Kind ist es wichtig, schon vorher zu überlegen: Wo werden wir später die Hausaufgaben erledigen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten, die je nach Wohnsituation und Geldbeutel unterschiedlich ausfallen können.

Zuerst sollte sich die Familie überlegen, ob und wo sie Platz für einen Kinderschreibtisch findet. Meist wird der Schreibtisch in das Kinderzimmer gestellt. Wichtig ist dabei, dass Ihrem Kind genügend Raum zum Spielen bleibt und der Schreibtisch das Kinderzimmer nicht völlig dominiert. Trotz Schule und Hausaufgaben steht schließlich das Spielen für die Erstklässler nach wie vor an erster Stelle. Und das wird sich auch später nicht so schnell ändern. Überprüfen Sie daher genau, wie viel Platz im Kinderzimmer noch bleibt, wenn Sie sich Ihr Lieblingsmodell ins Kinderzimmer stellen. Eventuell kann man anderes, inzwischen überflüssiges Mobiliar oder Spielzeug aussortieren, um somit Platz für die veränderte Situation zu schaffen. Es gibt schmale und ausladende Schreibtischmodelle, die man auf die individuelle Platzsituation abstimmen kann.

Zu empfehlen ist ein Schreibtisch mit geneigter Arbeitsfläche, da so eine optimale Sitzhaltung unterstützt wird und die Wirbelsäule und der Bandscheibenapparat im Sitzen bei geradem Rücken am wenigsten beansprucht werden. Orthopäden empfehlen beim Lesen und Schreiben eine Neigung von mindestens 16°. Und mit dem Problem, dass bei solch einer Schräge sämtliche Stifte herunterrollen, sind die Hersteller schon fertig geworden. Man kann Schreibtische kaufen, die eine Auffangrinne für die Stifte haben. Wiederum andere Modelle haben nur einen Teil des Schreibtisches mit einer Neigung versehen, so dass die Schüler ihre Bücher, Stifte, Kuscheltiere und anderen Krimskrams auf den geraden Flächen ablegen können. Diese Kombination kommt dem Bedürfnis der Kinder sehr entgegen. Auch andere Hilfsmittel für die Hausaufgaben liegen dann gut bereit. Wenn der Tisch zudem höhenverstellbar ist, kann er immer dem momentanen Wachstum des Kindes angepasst werden. Es muss jedoch nicht unbedingt ein superschicker, teurer Schreibtisch sein. Nicht jede Familie kann sich einen neuen Schreibtisch leisten, oft gibt es auch Platzprobleme oder das Kind möchte lieber in der Nähe einer Bezugsperson am Esstisch sitzen und dort die Hausaufgaben erledigen. Dass muss dann nicht bedeuten, dass man auf einen guten Sitzplatz verzichten muss. All diese Anforderungen kann auch ein ganz gewöhnlicher Esstisch oder ein Schreibpult aus dem Baumarkt erfüllen. Sie benötigen lediglich ein geneigtes Auflagepult (42 x 50 cm). Auch hier ist eine flache Abbruchleiste als Stiftablage angebracht.

Der Schreibtischstuhl sollte ebenfalls höhenverstellbar sein. Jedes halbe Jahr sollte man bei Tisch und Stuhl prüfen, ob beides noch richtig eingestellt ist, da das Kind in der Zwischenzeit gewachsen sein kann.

Außerdem ist es wichtig, dass der Schreibtischstuhl eine federnde, höhenverstellbare Rückenlehne hat, um den Rücken zu stützen. Ausreichende Beinfreiheit im Fußraum ist ebenso zu berücksichtigen.

Eine schräge Sitzfläche kann ebenso dazu beitragen, eine gerade Haltung einzunehmen. Praktisch ist sie aber nur bei der vorderen Sitzhaltung, die beim Lesen und Schreiben eingenommen wird. Da man sich bei schräger Sitzfläche nicht zurücklehnen kann, sollte die Sitzfläche des Stuhles beweglich sein. Einfacher und auf alle Stuhlformen anwendbar ist ein Keilkissen. Diese gibt es entweder aus Schaumstoff oder aufblasbar aus Plastik im Fachhandel bzw. in Sanitätsgeschäften.

Zuletzt sei noch gesagt, dass Sie nach Möglichkeit einen ruhigen Platz für den Schreibtisch Ihres Kindes finden sollten. Die Konzentration wird durch jede Ablenkung beeinträchtigt. Vor allem, wenn (jüngere) Geschwister spielen wollen und die Hausaufgaben noch nicht fertig sind, müssen Kompromisse gefunden werden.


Stifte und Mäppchen


Hier darf man nicht nach dem Motto „Je mehr, desto besser“ verfahren, sondern man sollte genau überlegen, was sinnvoll ist. Beliebt sind immer noch die so genannten Doppeldeckermäppchen, den Lehrern sind sie jedoch ein Graus.

Zum einen braucht ein Doppeldeckermäppchen viel Platz auf dem Arbeitstisch. Zum anderen ist es für die Kinder schwierig, in solch einem großen, unübersichtlichen Mäppchen Ordnung zu halten. Besser geeignet sind einstöckige Mäppchen. Diese reichen völlig aus, um alle für die Schule erforderlichen Stifte Ihres Kindes unterzubringen. Darüber hinaus ist ergänzend auch ein Schlampermäppchen für weitere Hilfsmittel wie Schere, Kleber usw. sinnvoll. Wichtig ist zudem auf die Qualität der Stifte zu achten. Häufig abbrechende Buntstifte nehmen schnell die Freude am Malen oder Schreiben. Besonders zu empfehlen sind extra dicke Holzstifte, da diese äußerst stabil sind und den Erstklässlern die Stifthaltung erleichtern.

 

Foto: bigstockphoto.com, ID 4222390, 2013

Datum der Veröffentlichung: 28.02.2013

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