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Quelle für Innovationen und Geschäftsmodelle

Shareconomy, Teilen statt besitzen. Der Begriff wurde im Jahr 2013 von der Deutsche Messe AG kreiert. Hinter ihm steckt die Idee der zeitlich begrenzten gemeinsamen Nutzung von Ressourcen, die nicht dauerhaft benötigt werden. Das Interesse am "Shareconomy"-Prinzip zeigt sich besonders gut im Bereich Carsharing - ein Geschäft, das einen enormen Zuwachs verzeichnet. Carsharing hat ein allgemein gutes Image: Es gilt als modern, ökologisch und günstig. Für viele Menschen wird es zunehmend selbstverständlich, Strecken in einer Kombination von Fußweg, Radfahren, der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, dem eigenen Auto und Carsharing zurückzulegen.

 

Das Prinzip an sich ist dabei gar nicht so neu. In der Landwirtschaft hat sich der gemeinsame Ankauf von Maschinen wie Mähdrescher, Miststreuer oder Seilwinde, die nicht ganzjährig eingesetzt werden, seit langem bewährt und durchgesetzt, um die hohen Anschaffungskosten auf mehrere Schultern zu verteilen.

 

Einen Schritt weitergedacht hat inzwischen der Online-Fahrdienst-Vermittler Uber. Die Vision des kalifornischen Unternehmens ist es, mit nur einer App ein neues globales und vernetztes Logistiksystem aufzubauen. Denn Fahrer, die sowieso auf der Straße unterwegs sind, können neben Personen leicht auch Waren wie zum Beispiel Medikamente und Speisen transportieren.

 

Das Prinzip der Shareconomy, etwas dort bereitzustellen, wo es gebraucht und solange es benötigt wird, führt zu einem globalen Netzwerk für teilbare Güter. Uber macht es vor: Die Allgemeinheit vernetzt sich über einen Vermittler und eine App und kann so viele Aufgaben im Alltag verbessern oder vereinfachen.

 

Shareconomy bringt in Kombination mit Big Data und Cloud Computing reale und digitale Welt durch Sensoren, wie beispielsweise GPS-Systeme, zusammen. Die gesammelten Daten ermöglichen es, freie Ressourcen Nachfragern passgenau zur Verfügung zu stellen. So ist die Shareconomy eine Quelle für Innovationen und Geschäftsmodelle in vielen Lebensbereichen - von der kolaborativen Produktentwicklung über Musikportale und Gardensharing bis zu Wohnzimmerkonzerten, die Menschen zusammenbringen und soziale Kontakte schaffen.

 

Allerdings sind Shareconomy-Ansätze derzeit noch nationale Insellösungen, da es an Grundlagen für international verbindliche Nutzungsrechte fehlt. An dieser Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik sind kreative Ansätze notwendig, um eine globale Entwicklung der Shareconomy zu ermöglichen.

 

 

Fotos: pixabay

Datum der Veröffentlichung: 25.05.2018
Beitragsverfasser: Torsten Schubert

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